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Elektroauto: Canoo will Elektro-Kleinbus im Abo auf den Markt bringen

SUVs erfreuen sich noch großer Beliebtheit bei Herstellern und Käufern. Doch das kalifornische Elektroauto-Startup Canoo glaubt an das Ende dieses Fahrzeugtyps und will als erstes Auto einen Kleinbus mit extravagantem Design und ungewöhnlichem Geschäftsmodell auf den Markt bringen.

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Elektrischer Kleinbus Canoo: "Die Ära des SUV ist vorüber."
Elektrischer Kleinbus Canoo: "Die Ära des SUV ist vorüber." (Bild: Canoo)

Canoo stellt sein erstes Elektroauto nach seinem Skateboard-Konzept vor. Es soll in zwei Jahren verfügbar sein. Das Auto, das die Bezeichnung Canoo trägt, ist ein Kleinbus, der an einen VW-Bus erinnert. Er ist 4,4 Meter lang, 1,9 Meter breit und 1,84 Meter hoch. Das Fahrzeug wiegt zwei Tonnen.

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Der Antrieb hat eine Leistung von etwas mehr als 220 Kilowatt und ein Drehmoment von 425 Newtonmetern. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt immerhin gut 200 km/h. Der Akku hat eine Kapazität von 80 Kilowattstunden und soll eine Reichweite von 400 Kilometern nach dem Fahrzyklus der US-Umweltschutzbehörde Environmental Protection Agency (EPA) ermöglichen. An einem Gleichstromlader soll er sich in einer knappen halben Stunde bis zu 80 Prozent seiner Kapazität laden lassen.

Canoo setzt bei seinem Fahrzeug auf ein Skateboard-Konzept: Das Skateboard ist das Chassis, in dem Akku, Elektromotoren, Batteriemanagement und Steuerungselektronik untergebracht sind. Darauf können dann verschiedene Aufbauten aufgesetzt werden.

Canoo hat sich für einen Kleinbus entschieden. Der sei "unsere Antwort auf das SUV", sagte Krause nach einem Bericht des Wirtschaftsmagazins Wirtschaftswoche. "Die Ära des SUV ist vorüber."

In dem Kleinbus ist Platz für sieben Insassen. Die Aufteilung ist ungewöhnlich: Neben zwei Sitzen für Fahrer und Beifahrer gibt es für die übrigen Passagiere eine U-förmige Sitzbank. Die Formsprache ist sehr reduziert. Auf Displays für den Fahrer, wie etwa Byton sie geradezu zelebriert, verzichtet Canoo fast vollständig.

Es gibt lediglich ein schmales LED-Display für die wichtigsten Angaben wie die Geschwindigkeit. Der Fahrer soll sein eigenes Smartphone nutzen - dafür gibt es eine Halterung. So könne er das System und die Apps nutzen, mit denen er sich am besten auskenne, sagte Krause.

Praktisch für den Fahrer ist, dass die Frontscheibe fast bis zum Boden heruntergezogen ist - das soll das Manövrieren, etwa beim Einparken, erleichtern. Allerdings muss er vieles auch nicht mehr selbst machen: Canoo stattet das Auto mit Assistenzsystemen aus, die teilautomatisiertes Fahren (Level 2 plus) ermöglichen.

  • Der elektrische Kleinbus von Canoo ... (Bild: Canoo)
  • ... basiert auf einem Skateboard mit der Antriebseinheit, auf das unterschiedliche Aufbauten gesetzt werden können. (Bild: Canoo)
  • Canoo fängt an mit einem Bus. Die Zeit der SUVs sei um, behauptet das Unternehmen. (Bild: Canoo)
  • Auffällig ist die weit nach unten gezogene Frontscheibe. (Bild: Canoo)
  • Sie bietet dem Fahrer einen guten Blick nach vorn und soll z. B. das Einparken erleichtern. (Bild: Canoo)
  • Das Design ist sehr reduziert. Statt eines großen Displays gibt es nur eine schmale Anzeige für die wichtigsten Daten. (Bild: Canoo)
  • Ungewöhnlich ist die Rückbank für die Mitfahrer. (Bild: Canoo)
  • Ungewöhnlich ist auch das Geschäftsmodell: Canoo stellt sich ein monatlich kündbares Abo vor. (Bild: Canoo)
Der elektrische Kleinbus von Canoo ... (Bild: Canoo)

Das Auto soll im Spätsommer 2021 in China und den USA auf den Markt kommen. Allerdings sollen die Nutzer es nicht kaufen, sondern mieten: Canoo bietet ein Abonnement, das monatlich gekündigt werden kann. Es könnte neben der Fahrzeugmiete auch noch Versicherung, Service und sogar den Strom beinhalten. Wie hoch die Kosten sein werden, hat das Unternehmen jedoch nicht gesagt.

Canoo wurde vor gut anderthalb Jahren in Kalifornien gegründet und hat inzwischen rund 400 Mitarbeiter. Zu den Initiatoren gehören die ehemaligen BMW-Vorstände Ulrich Kranz, der unter anderem den BMW i3 und den BMW i8 mitentwickelt hat, und Stefan Krause sowie der Designer Richard Kim, der den i3 gezeichnet hat. Nach einem kurzen, unglücklichen Intermezzo bei Faraday Future haben sie ihr eigenes Unternehmen gegründet.

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Lutze5111 27. Sep 2019 / Themenstart

also wenn es da mal einen Frontalaufprall gibt, würde mich mal interessieren, wie der Bus...

HBCHM 25. Sep 2019 / Themenstart

Allerdings. Der Smart Electric Drive wiegt leer 975 kg, also weniger als die Hälfte des...

mgutt 25. Sep 2019 / Themenstart

Ein Fahrer, weil autonomes Fahren in der Innenstadt noch lange ein Märchen bleiben wird...

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