Elektroauto: Canoo baut E-Transporter auf seinem Skateboard

Das kalifornische Elektroauto-Startup Canoo hat eine Plattform entwickelt, auf der verschiedene Fahrzeuge aufgebaut werden, beispielsweise ein Transporter.

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Transpoorter Canoo MPDV: Ein Medium Truck kommt später.
Transpoorter Canoo MPDV: Ein Medium Truck kommt später. (Bild: Canoo)

Nach dem Kleinbus kommt ein Lieferwagen: Canoo hat den kantigen Transporter Multi-Purpose Delivery Vehicle (MPDV) vorgestellt. Es ist das zweite Elektroauto, das auf dem Skateboard des kalifornischen Startup basiert.

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Das MPDV erinnert mit seine kantigen Formen ein wenig an einen Geldtransporter. Canoo bietet zunächst zwei Varianten an, die sich in der Größe unterscheiden. Beide sind nach der US-Klassifizierung Light Trucks mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 2,7 Tonnen. Eine dritte Variante, ein Medium Truck (bis 6,35 Tonnen), soll folgen.

Beim Fahrer liegt Ladung

Das MPDV1 ist etwa 4,40 Meter lang, 2 Meter breit und 1,90 Meter hoch. Das Ladevolumen beträgt gut 6.500 Liter, davon 850 Liter in der Kabine neben dem Fahrer. Das MPDV2 ist etwa 5,20 Meter lang, 2,20 Meter breit und 2,60 Meter noch. Das Fahrzeug hat ein Ladevolumen von 14.200 Litern, davon 1.400 Liter im Fahrerhaus.

Beide Fahrzeuge basieren auf dem von Canoo entwickelten Skateboard. Das ist das Chassis mit Motor, Akku, Akkumanagement und Steuerungselektronik sowie den vier Rädern. Auf einem solchen Skateboard können unterschiedliche Fahrzeuge aufgebaut werden.

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Der Motor des MPDV hat eine Leistung von etwa 150 Kilowatt. Canoo bietet die Transporter mit drei Akkuvarianten an: 40, 60 und 80 Kilowattstunden, wobei nur der 80-Kilowattstunden-Akku mit Gleichstrom schnellladen kann. Er soll in einer knappen halben Stunde von 20 auf 80 Prozent seiner Kapazität geladen werden.

Die Reichweite des MPDV1 gibt Canoo mit 210, 305 und 370 Kilometer an. Das größere MPDV2 hat wegen des höheren Gewichts eine etwas geringere Reichweite: 145, 225 und 305 Kilometer. Die Angaben basieren jeweils auf dem Zyklus der US-Umweltschutzbehörde Environmental Protection Agency (EPA).

Wegen der Skateboard-Architektur haben die Fahrzeuge keine mechanischen Bedienelemente, sondern werden elektronisch gesteuert (Drive-by-Wire). Sie sind laut Canoo vorbereitet für teilautomatisiertes Fahren (Level 2,5). Die Fahrzeuge sollen Software-Updates per Funk erhalten.

Canoo wurde 2017 in Kalifornien gegründet. Zu den Initiatoren gehören die ehemaligen BMW-Vorstände Ulrich Kranz, der unter anderem den BMW i3 und den BMW i8 mitentwickelt hat, und Stefan Krause sowie der Designer Richard Kim, der den i3 gezeichnet hat. Nach einem kurzen, unglücklichen Intermezzo bei Faraday Future gründeten sie ihr eigenes Unternehmen.

Als erstes Fahrzeug stellte Canoo 2019 einen Elektrokleinbus vor. Die Transporter sowie einen Sportwagen kündigte es vor wenigen Monaten an. MPDV1 und MPDV2 sollen ab 2022 in einer Kleinserie verfügbar sein und 2023 in die Serienfertigung gehen. Den Einstiegspreis liegt laut Canoo bei 33.000 US-Dollar.

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