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Elektroauto: BYD stellt Akku-Ladesystem mit fünf Minuten Ladedauer vor

BYD hat ein neues Ladesystem für E-Autos vorgestellt, mit dem die Fahrzeuge ungefähr so schnell laden können wie ein Verbrenner.
/ Michael Linden
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BYD Han L (Bild: BYD)
BYD Han L Bild: BYD

BYDs neues Akku- und Ladesystem Super E soll nach Angaben des chinesischen Herstellers den Strom für eine Reichweite von 470 km in fünf Minuten laden können.

Getestet worden sei das System in der neuen Limousine Han L, teilte BYD-Gründer und Vorsitzender Wang Chuanfu mit, wie Bloomberg berichtet(öffnet im neuen Fenster) . Der Fahrzeughersteller wolle Fahrzeuge mit dieser Technik ab April 2025 verkaufen, teilte BYD mit.

Lange Ladestopps sind ein Hauptargument von E-Auto-Kritikern, zusammen mit hohen Stromkosten und hohen Anschaffungskosten für die Fahrzeuge.

Die neue Plattform von BYD soll in zahlreichen Fahrzeugen des Herstellers eingebaut werden. Damit wäre BYD deutlich schneller beim Laden als Erzkonkurrent Tesla, der ungefähr 275 km in 15 Minuten nachladen kann. BYD lädt mit bis zu 1.000 kW – an eigenen Stationen.

Tesla hat allerdings durch sein riesiges Supercharger-Netzwerk von ingesamt über 65.000 Stationen weltweit einen Vorteil, was die Verfügbarkeit angeht. Mercedes hatte jüngst mit dem CLA ein E-Auto vorgestellt, das in zehn Minuten eine Reichweite von 325 km nachladen kann.

BYDs neue Plattform soll eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in rund zwei Sekunden erlauben, teilte das Unternehmen mit. Die neue Akkutechnik soll nicht nur in der Limousine Han L, sondern auch im SUV Tang L verbaut werden. In China kosten die Fahrzeuge ab umgerechnet rund 35.000 Euro.

BYD ist derzeit auf Erfolgskurs und verkaufte im Februar rund 318.000 Fahrzeuge, rund 160 Prozent mehr als im Jahresvergleich.

Gerüchte über Deutschland-Fabrik von BYD

Angeblich plant BYD ein drittes europäisches Werk für Elektrofahrzeuge, möglicherweise in Deutschland. Nach Werken in Ungarn und der Türkei würde dieser strategische Schritt Zollprobleme für BYD beheben. Stella Li, Executive Vice President, deutete diese Möglichkeit gegenüber der Automobilwoche an(öffnet im neuen Fenster) .


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