Elektroauto: BMW kündigt fairen iX3 für den Herbst an

BMW will im Spätherbst 2020 sein nächstes Elektroauto auf den Markt bringen, das elektrische SUV iX3. Es ist das erste Auto mit einem Antrieb ohne Metalle der Seltenen Erden. Die Akkus sollen kein Kobalt aus dem Kongo enthalten.

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Der BMW iX3 kommt mit deutlich weniger Kobalt in den Akkuzellen.
Der BMW iX3 kommt mit deutlich weniger Kobalt in den Akkuzellen. (Bild: BMW)

Es ist ein SUV: Der iX3, BMWs elektrifizierte Version des Sport Utility Vehicle X3, kommt nächstes Jahr im Herbst auf den Markt. Bei der Entwicklung hat der Münchener Automobilhersteller besonders auf die Rohstoffe geachtet.

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Der iX3 wird der erste BMW mit der fünften Generation ("Gen 5") des eDrive. Das ist ein integrierter Antrieb, bei dem Elektromotor, Getriebe und Leistungselektronik in einem Gehäuse untergebracht sind. Entwickelt wurde Gen 5 in Zusammenarbeit mit Jaguar. Die nächsten Fahrzeuge, die damit ausgestattet werden, sind die Modelle i4 und iNext.

Der iX3 wird einen Heckantrieb mit einer Leistung von 200 Kilowatt haben. Das Drehmoment beträgt 400 Newtonmeter. Der Akku hat eine Netto-Kapazität von 74 Kilowattstunden. Mit einer Akkuladung soll das Fahrzeug 440 Kilometer schaffen. Als Referenz wird die Worldwide Harmonised Light Vehicles Test Procedure (WLTP) zugrunde gelegt. Den Verbrauch gibt BMW mit unter 20 Kilowattstunden auf 100 Kilometer an. Das wäre etwas mehr als Teslas Model 3.

Bemerkenswert ist die Rohstoffstrategie: So hat es BMW nach eigenen Angaben geschafft, dass der eDrive Gen 5 keine Metalle der Seltenen Erden enthält. Diese Elemente werden zu über 80 Prozent in China abgebaut.

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Die Akkuzellen haben laut BMW einen deutlich geringeren Anteil an Kobalt. Eingesetzt wird eine NMC-811-Technik - das bedeutet der Akku enthält acht Teile Nickel und je einen Teil Kobalt und Mangan. Das meiste Kobalt kommt aus der Demokratischen Republik Kongo, wo der Rohstoff zum Teil unter menschenunwürdigen Bedingungen und sogar von Kindern abgebaut wird. BMW hatte Ende vergangenen Jahres angekündigt, nur noch Kobalt zu verwenden, das unter professionellen Bedingungen gewonnen wurde.

Auch wenn die Akkus von Contemporary Amperex Technology Limited (CATL) und Samsung geliefert werden, kauft BMW die Rohstoffe selbst und beliefert die Hersteller damit. Inzwischen bezieht BMW das Lithium und das Kobalt aus Australien.

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redmord 20. Dez 2019

Baumwolle, Kaffee, Tee, Gewürze, Edelsteine, Metalle wurden überall auf der Erde von...

Kleba 19. Dez 2019

Ganz so einfach ist es nicht. Wenn ein Großteil der weltweiten Produktion nun mal aus...

J.B.S. 19. Dez 2019

Guter Text! Und Kostolany habe ich auch gelesen ;) BMW ist halt im Vergleich zu VW hins...

J.B.S. 19. Dez 2019

Ja, das könnte sein. Deshalb kaufen sie wahrscheinlich auch ihre Akkus in China. Hat man...



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