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Elektroauto: Audi Q4 E-Tron erhält bidirektionales Laden und Android

Audi wertet den Q4 E-Tron mit effizienteren Motoren und bidirektionalem Laden auf. Das Infotainment wechselt zudem auf Android Automotive OS.
/ Nils Matthiesen
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Audi Q4 E-Tron Facelift 2026 (Bild: Audi)
Audi Q4 E-Tron Facelift 2026 Bild: Audi

Mit einem Update überarbeitet Audi sein elektrisches Volumenmodell Q4 E-Tron und führt erstmals Funktionen für das bidirektionale Laden ein. Wie der Hersteller mitteilt(öffnet im neuen Fenster), nimmt die Hochvoltbatterie des Fahrzeugs künftig nicht mehr nur Energie auf, sondern gibt diese gezielt wieder an externe Verbraucher per Vehicle-to-Load (V2L) oder an das Stromnetz ab. Über Vehicle-to-Home (V2H) lässt sich das SUV als stationärer Heimspeicher nutzen.

Effizienterer Antrieb und NMC-Chemie

Technisch rückt der Q4 E-Tron näher an die aktuelle Basis des Volkswagen-Konzerns. Der Basismotor wird auf die neue Generation APP350 umgestellt. Durch einen Pulswechselrichter mit Siliziumkarbid-Halbleitern und ein neues, dünnflüssigeres Öl im Differenzial soll der Wirkungsgrad um etwa zehn Prozent steigen. Allein die geringeren Reibungsverluste durch die Umölung sollen bis zu zwölf Kilometer mehr Reichweite ermöglichen.

Interessant ist die Differenzierung innerhalb des Konzerns bei der Batterietechnik: Während VW bei vergleichbaren Modellen teilweise auf LFP-Zellen setzt, bleibt Audi laut heise autos(öffnet im neuen Fenster) beim Q4 E-Tron bei der NMC-Zellchemie (Nickel-Mangan-Cobalt). Dies ermöglicht trotz identischer Kapazität von 63 kWh brutto (59 kWh netto) im Basismodell eine höhere Ladeleistung von 160 kW statt der bei LFP üblichen 105 kW. Bei den größeren 82-kWh-Batterien steigt die DC-Ladeleistung auf bis zu 185 kW.

Android Automotive ohne Google-Dienste

Im Innenraum ersetzt Audi das bisherige System durch die neue, aus dem Q6 bekannte Infotainment-Generation auf Basis von Android Automotive OS. Entgegen dem Branchentrend verzichtet Audi jedoch auf die Integration von Google-Diensten wie dem Play Store. Stattdessen lassen sich Drittanbieter-Apps über einen markeneigenen Store laden.

Das Cockpit wird durch die sogenannte Digital Stage mit einem 11,9-Zoll-Kombiinstrument und einem 12,8-Zoll-MMI-Touchdisplay dominiert. Neu ist zudem die Integration von ChatGPT zur Sprachsteuerung.

Trotz der technischen Aufwertung bleiben einige Kritikpunkte bestehen, etwa die geringe Ladeleistung der induktiven Smartphone-Halterungen von lediglich 15 Watt. Äußerlich fallen die Änderungen dezent aus: Ein hochgezogener Diffusor und in Wagenfarbe lackierte Frontpartien kennzeichnen das Facelift.

Die neuen Modelle sind ab Mai 2026 bestellbar. Der Einstiegspreis für den Audi Q4 SUV E-Tron liegt bei 47.500 Euro. Der Sportback-Aufpreis beträgt einheitlich 1.950 Euro.


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