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Kaufanreiz oder Stolperfalle?

Im November wurde auf dem Autogipfel die offiziell in diesem Sommer beendete Kaufprämie für Elektroautos nicht nur verlängert, sondern auch erhöht.

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Der Aufschlag kommt dabei vor allem günstigeren Fahrzeugen zugute: So soll die Kaufprämie für Autos mit einem Listenpreis von weniger als 40.000 Euro um die Hälfte und für Fahrzeuge, die laut Liste zwischen 40.000 und 65.000 Euro kosten, um ein Viertel steigen. Das bedeutet: Für Elektroautos steigt die Prämie von 4.000 Euro auf 6.000 Euro beziehungsweise auf 5.000 Euro, für Plugin-Hybride von 3.000 Euro auf 4.500 Euro respektive 4.000 Euro. Wie bisher teilen sich Bundesregierung und Hersteller die Prämie.

Die Käufer wird es freuen: mehr Förderung bei mehr Auswahl. Doch bringt das Förderinstrument für die Elektromobilität ausgerechnet einen Branchen-Newcomer in Schwierigkeiten.

Dabei sah es doch erst ganz gut aus für Günther Schuh, den Gründer und Chef des Aachener Unternehmens e.Go Mobile: Im Mai hatte er persönlich die ersten drei Kleinwagen e.Go Life übergeben. Die prominenten Kunden - Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp und Ulrich Rüdiger, Rektor der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) - freuten sich wie kleine Jungs über ihre neuen Autos.

Doch jetzt befürchtet Schuh, dass ihm die Prämie den Garaus macht. Denn wie die großen Konzerne muss auch er den um 1.000 Euro gestiegenen Herstelleranteil aufbringen. Geld, das er nicht hat. "Derjenige, der keine Substanz zum Quersubventionieren hat, ist eigentlich benachteiligt", klagte er im Gespräch mit Golem.de und forderte eine Ausnahmeregelung für reine Elektroautohersteller.

Zudem relativiere die erhöhte Prämie den "Vorteil, den ich bisher aufgrund der besonderen Konstruktion meiner Fahrzeuge habe". Die Kleinwagen aus Aachen sollten vor Abzug der Prämie zwischen 16.000 Euro und 20.000 Euro kosten. "Wir wären in einem klaren Vorteil, wenn es von Mitte nächsten Jahres an keine Prämie mehr gäbe, weil wir unser Auto genau dafür konstruiert haben", sagte Schuh.

Dann nämlich wäre die teuerste e.Go-Variante etwa 10.000 Euro günstiger als der ID.3 oder der Elektro-Corsa. So jedoch wird dieser Wettbewerbsvorteil geschmälert, und das umso mehr, als e.Go Mobile die Preise für seine Fahrzeuge um 2.000 Euro angehoben hat.

Schuh ist nicht der einzige Neueinsteiger, der in Schwierigkeiten steckt.

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