Reichweite macht Liebe

Ob ein Elektroauto massentauglich ist, dürfte sich über die Reichweite entscheiden: Reicht eine Akkuladung für den Sonntagsausflug? Wenn nicht: Wie oft muss ich zum Laden stoppen? Gibt es unterwegs Ladesäulen? Wenn ja: Wie lange dauert das? Klappt das Laden?

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Bei diversen Tests von Elektroautos haben wir festgestellt, dass das Laden nicht an jeder Säule möglich ist. Sei es, weil App oder Chip inkompatibel sind, sei es, weil die Säule schlicht nicht funktioniert. An einer Tankstelle wäre so etwas undenkbar. Das muss sich also unbedingt ändern.

An der Zahl wird gearbeitet: Die Bundesregierung hat im November einen Masterplan Ladeinfrastruktur verabschiedet, um die Errichtung privater und öffentlicher Ladepunkte zu beschleunigen. Unabhängig davon haben einige Einzelhändler schon die Möglichkeit, ein Elektroauto zu laden, als Wettbewerbsvorteil entdeckt, darunter die Supermarktkette Lidl und der schwedische Einrichtungskonzern Ikea.

Noch besser ist es aber natürlich, ohne Zwischenstopp ans Ziel zu kommen. Das bedeutet, das Auto muss entsprechend energieeffizient sein, damit die im Akku gespeicherte Energie ausreicht. Wie die Verbrauchsangaben von Verbrennern sind auch bei den Elektroautos die Herstellerangaben mit Vorsicht zu genießen. Da sind auch Richtwerte wie die Worldwide Harmonised Light Vehicles Test Procedure (WLTP) oder der Fahrzyklus der US-Umweltschutzbehörde Environmental Protection Agency (EPA) nur bedingt hilfreich, zumal sie mitunter, wie etwa beim Porsche Taycan, stark differieren.

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Frei nach dem Duisburger Fußballer Alfred 'Adi' Preißler gilt: "Grau is' im Leben alle Theorie - aber entscheidend is' auf der Straße." Tesla hat die Messlatte hoch gelegt: Einer unserer Leser verbrauchte auf seiner Fahrt mit dem Model 3 zum Nordkap nur 17,6 Kilowattstunden (kWh) auf 100 Kilometern. Allerdings gelten in Skandinavien auch strenge Geschwindigkeitsbeschränkungen. Bei unserer Testfahrt Anfang des Jahres bei niedrigen einstelligen Temperaturen auf der Autobahn waren es etwa 23 kWh.

Da kommen die deutschen Konkurrenten bisher nicht mit: Bei deutlich moderateren Temperaturen verbrauchte der Audi E-Tron auf unserer Fahrt von Slowenien nach Amsterdam 29,8 kWh auf 100 Kilometern. Beim Mercedes EQC waren es auf unserer Fahrt von Stuttgart aus über die Schwäbische Alb 23,5 kWh - allerdings bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 48 km/h. Der ID.3 muss erst noch zeigen, was er kann, und ob die VW-Angabe von 13,8 kWh auf 100 Kilometer nach WLTP realistisch sind.

Aber Reichweite hin und Effizienz hier: Zuletzt geht die Liebe durch die Geldbörse. Hier zumindest tut sich etwas. Denn die Modelle des VW-Konzerns, die auf dem Modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB) basieren, und der elektrische Corsa von Opel werden vom Preis deutlich unter den bisher verfügbaren Mittel- und Oberklassekarossen und eher im Bereich des Nissan Leaf liegen. Hinzu kommen noch Kleinwagen. Die Auswahl wird also größer.

Und die Bundesregierung hilft nicht nur, indem sie den Ausbau der Infrastruktur fördert.

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Copper 09. Jan 2020

Ihnen ist bewusst, dass FCEVs letztlich BEVs mit Rangeextender, sprich serielle Hybride...

Copper 09. Jan 2020

Darum der neue inoffizielle Slogan: BMW - Freude am Zahlen

Copper 08. Jan 2020

Für SynFuel/eFuel sind's deutlich weniger, die kommen energetisch eben gerade nicht aufs...

Copper 08. Jan 2020

Prof. (Un-) Sinn hat ja bereits in seinem angestammten Betätigungsfeld, der Wirtschaft...

plutoniumsulfat 03. Jan 2020

Ach, Ladegeschwindigkeiten variieren auf einmal doch? Dann habe ich ja doch ein Problem...



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