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Jetzt kommen die Großen

Immerhin bekundete Diess in dem Interview auch Sympathie für die Bewegung Fridays for Future. Er mag mehr Einsicht in die Notwendigkeiten der Zukunft als mancher Staaten- oder Firmenlenker diesseits und jenseits des Atlantiks haben. In erster Linie ist er aber Chef eines der größten Automobilkonzerne der Welt - und der setzt gerade massiv auf Elektromobilität.

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Am 4. November hat VW in Zwickau angefangen, das Elektroauto ID.3 in Serie zu bauen. Der Anspruch ist kein geringerer, als die Erfolgsgeschichte von Käfer und Golf fortzuschreiben: Der ID.3 soll das Volkselektroauto werden.

Dafür baut der Konzern seinen Standort in Sachsen fast komplett um: Zwei Straßen für die Golf-Produktion werden bis Ende des kommenden Jahres auf die Fertigung von Elektroautos umgestellt. Eine Halle ist schon so weit, die andere soll in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres folgen. Ab Ende 2020 werden in Zwickau nur noch Elektroautos gebaut.

Die Umstellung des Standorts betrifft aber nicht nur die Montagehallen. So wurden auf dem Gelände bereits Hunderte Ladesäulen für Elektroautos aufgestellt. Gleichzeitig treibt der Konzern die Automatisierung weiter voran: Künftig werden 1.600 Roboter mehr in der Montage eingesetzt. Doch werden deshalb nicht weniger Mitarbeiter benötigt. Die Aufgaben ändern sich. "Früher hatten wir viel mehr Einleger und Menschen, die mit der Hand am Produkt etwas getan haben. Wir brauchen jetzt viel mehr, die Anlagen bedienen können", erzählte uns Heiko Rösch, Leiter des Karosseriebaus, bei unserem Besuch in dem Werk.

Das aber bedeutet, dass die Mitarbeiter mitgenommen werden müssen. "Nur der überzeugte Mitarbeiter geht auch diesen Weg gemeinsam mit uns, der vor uns liegt", sagte Reinhard de Vries, Geschäftsführer Technik & Logistik bei VW Sachsen. Und VW leistet Überzeugungsarbeit: Die Mitarbeiter haben eine Beschäftigungsgarantie für zehn Jahre bekommen. Zudem gibt es ein großes Umschulungsprogramm. 1,2 Milliarden Euro lässt sich VW den gesamten Transformationsprozess kosten.

Es reicht aber nicht, dass nur VW transformiert. An der Fertigung hängt eine Kette von Zulieferern, die Komponenten liefern - von den Sitzen über das Cockpit bis hin zu den Kabeln. Sie müssen ebenfalls die Umstellung vollziehen, auf die komplett neue Fahrzeugklasse, aber auch auf eine gesteigerte Komplexität und Produktivität. Bisher bauten die VW-Mitarbeiter zwei Modelle: den konventionellen Golf und den Golf Variant, und davon im Jahr 260.000 Stück.

Zukünftig werden es sechs Modelle sein: der ID.3, der Seat el-Born sowie je zwei Varianten der SUVs VW ID Crozz und Audi Q4 E-Tron. Zudem steigt der Ausstoß: 300.000, später 330.000 Elektroautos sollen im Jahr die Montagehallen verlassen.

Diese Marktmacht dürfte der Elektromobilität einen ordentlichen Schub geben. Doch bloß weil erschwingliche Elektroautos in großer Zahl verfügbar sind, heißt das noch nicht, dass die Käufer sie lieben werden. Das hängt auch noch von anderen Faktoren ab.

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 Elektroauto: 2020 wird E gutReichweite macht Liebe 
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Copper 08. Jan 2020

Prof. (Un-) Sinn hat ja bereits in seinem angestammten Betätigungsfeld, der Wirtschaft...

plutoniumsulfat 03. Jan 2020

Ach, Ladegeschwindigkeiten variieren auf einmal doch? Dann habe ich ja doch ein Problem...


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