Elektro-SUV von Mercedes: Neuer GLB kommt bis zu 631 km weit
Der Autohersteller Mercedes-Benz erweitert seine elektrische Modellpalette um das SUV GLB. Der Fünf- bis Siebensitzer starte als GLB 250+ bei einem Preis von 59.048 Euro, teilte das Unternehmen am 8. Dezember 2025 mit(öffnet im neuen Fenster). Die Allradversion GLB 350 4Matic sei ab 62.178 Euro bestellbar. Im Konfigurator(öffnet im neuen Fenster) gibt Mercedes jedoch einen Rabatt von rund 3.000 Euro, was als "individueller Kundenvorteil" bezeichnet wird. Die Markteinführung startet demnach im Frühjahr 2026.
Der GLB löst den bisherigen EQB als Einstiegs-SUV ab. Der EQB sei nun nicht mehr bestellbar, teilte ein Sprecher auf Anfrage von Golem mit. Allerdings war das Elektro-SUV weiterhin auf der Konfigurationsseite verfügbar.
800-Volt-System mit hoher Ladeleistung
Der GLB ist nach dem CLA das zweite Mercedes-Modell auf der neuen Einstiegsplattform MMA. Diese nutzt ein Antriebssystem mit einer Batteriespannung von 800 Volt, was eine Ladeleistung von mehr als 300 Kilowatt (kWh) ermöglicht. Die Motorleistung des Heckantriebs beträgt 200 kW. Bei der Allradversion wird je nach Bedarf ein Frontmotor mit 80 kW zugeschaltet. Die Gesamtleistung beträgt dann 260 kW.
Der Akku verfügt ebenso wie beim CLA über eine nutzbare Kapazität von 85 Kilowattstunden (kWh). Anders als beim CLA ist jedoch optional ein DC/DC-Konverter erhältlich, um an 400-Volt-Säulen laden zu können. Die Ladeleistung bei Wechselstrom lässt sich gegen Aufpreis von 11 auf 22 kW erhöhen.
Der GLB 250+ beschleunigt in 7,4 Sekunden von null auf 100 km/h, die Allradversion braucht dafür 5,5 Sekunden. Beide Modelle werden bei 210 km/h abgeregelt.
Die Reichweite beträgt laut Mercedes-Benz beim Hecktriebler im WLTP-Zyklus bis zu 631 km. Das ist deutlich weniger als beim CLA, der 792 weit kommen soll. Ursache dafür ist zum einen der cw-Wert von 0,28, der deutlich schlechter als die 0,21 des CLA ist. Zum anderen ist die Stirnfläche mit 2,6 qm größer, da der GLB mit 1,69 m rund 20 cm höher als die Limousine ist. Der GLB kommt jedoch rund 100 km weiter als der bisherige EQB.
Länge und Breite sind beim CLA und GLB fast identisch. Jedoch hat das SUV mit 2,89 m einen fast 10 cm längeren Radstand. Für potenzielle Käufer dürfte der Vergleich mit dem EQB und dem bisherigen Verbrenner-GLB relevanter sein, was Mercedes in einem eigenen Dokument auflistet(öffnet im neuen Fenster).
Viel Stauraum unter der Fronthaube
Der GLB ist im Gegensatz um EQB als Fünf- und Siebensitzer erhältlich. Das Kofferraumvolumen beim Fünfsitzer beträgt 540 Liter, hinzu kommt ein recht großer Stauraum unter der Fronthaube von 127 Litern. Mit umgeklappten Rücksitzen steigt das Kofferraumvolumen auf 1.715 Liter.
Bei einem Leergewicht von 2.200 kg lassen sich 500 kg zuladen. Die zulässige Anhängelast beträgt ungebremst 750 kg, gebremst sind es 1.500 kg. Die Allradversion kann bis zu 2.000 kg ziehen.
Mehr haptische Bedienelemente
Im Innenraum gibt es kaum Unterschiede zum CLA. Allerdings setzt Mercedes-Benz wieder verstärkt auf haptische Bedienelemente am Lenkrad wie der Drehwalze für die Einstellung der Lautstärke und einer Wippe für den Tempomaten und den Limiter. Charakteristisch für die neuen Mercedes-Modelle ist der durchgängige "Superscreen", der aus drei Teilen besteht und sich bis auf die Beifahrerseite erstreckt. Der zusätzliche 14-Zoll-Bildschirm für die Beifahrerseite ist aufpreispflichtig und nur im Premium-Paket für 4.325,65 Euro oder im Premium-Paket Plus für 6.634,25 Euro enthalten.
Ebenso wie der CLA nutzt der GLB das neue Betriebssystem MB.OS von Mercedes-Benz. Dieses setzt je nach Kontext unterschiedliche KI-Dienste ein. So nutzt der Sprachassistent auf Basis von ChatGPT-4o und der Suchmaschine Bing von Microsoft aktuelle Informationen aus dem Internet. Beim Test des CLA im Juli 2025 funktionierte dies bereits gut. Für aktuelle Navigationsdaten setzt Mercedes auf Google Maps.
Mit einem Einstiegspreis von 56.095 Euro ist der GLB rund 8.500 Euro teurer als die günstigste Version des EQB. Mercedes kündigte jedoch an, dass die Modellpalette "schon bald" um weitere batterieelektrische Varianten, darunter ein Einstiegsmodell, sowie um Hybride ergänzt werde. So gibt es vom CLA inzwischen eine Variante mit LFP-Akku zum Einstiegspreis von 47.000 Euro. Allerdings verfügt der Akku nur über eine Kapazität von 58 kWh. Eine vergleichbare Version des GLB ist daher ebenfalls zu erwarten.
- Anzeige Hier geht es zu Elektromobilität: Grundlagen und Praxis bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.