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Innenraum: Retro-Charme gegen Familien-Pragmatismus

Im Interieur spalten sich die Philosophien der beiden Marken am deutlichsten. Volkswagen setzt im ID. Polo auf Emotion, Markenerbe und haptische Wiedergutmachung: Nach der Kritik an früheren ID-Modellen gibt es wieder eine eigenständige, physische Tastenleiste für die Klimatisierung und einen echten Lautstärkedrehregler in der Mittelkonsole.

Für ein Schmunzeln sorgt die serienmäßige "Retro-Ansicht", die auf Knopfdruck Tacho und Instrumente eines Golf I der späten 70er Jahre ins Digital Cockpit und den 13-Zoll-Bildschirm zaubert. Dazu gibt es auf Wunsch ergoActive-Massagesitze und ein 425-Watt-Soundsystem von Harman Kardon.

Škoda verzichtet auf Nostalgie und liefert stattdessen kompromisslose Alltagstauglichkeit: Das Interieur ("Modern Solid") ist komplett tierfrei gestaltet. Statt empfindlicher Stoffe dominieren strapazierfähiges recyceltes Polyester und die robuste Lederalternative "Techtona" – ideal für Familien mit kleinen Kindern, bei denen auf der Rückbank auch mal Saft verschüttet wird oder Schokofinger im Spiel sind. Über 28 Liter an zusätzlichen Ablagen, clevere Taschenhaken, Flaschenhalter für 1,5-Liter-Flaschen und die berühmten Simply-Clever-Features wie der integrierte Regenschirm runden das Bild ab.

Das Android-basierte Infotainmentsystem mit 13-Zoll-Monitor punktet zudem mit nativer Google-Places-Integration und KI-Routenplanung. Typisch Skoda: Wer im Epiq übernachten möchte, muss weder frieren noch schwitzen – im Camping-Modus hält die Klimaanlage die Temperatur im Innenraum mehrere Stunden lang angenehm. Auch einen Verkehrsstau macht das erträglicher.

Fazit: Der Epiq schnürt das rundere Paket

Der VW ID. Polo ist ein exzellenter, fahraktiver Kleinwagen geworden, der mit hohem Fahrwerkskomfort, liebevollen Retro-Details und feiner Bedienung die Fehler der frühen ID-Jahre vergessen macht. Für Singles, Paare oder Pendler ist er eine erstklassige, aerodynamisch effiziente Wahl. Geht es jedoch um die harte Realität von Familien mit knappem Budget, sticht der Škoda Epiq seinen Wolfsburger Bruder klar aus:

1. Der Raumgewinn: 475 Liter Kofferraum plus 25 Liter Frunk (gegenüber 441 Litern ohne Frunk beim Polo) sind in der 25.000-Euro-Klasse ein Klassenbestwert.

2. Die Ergonomie: Das Crossover-Format bietet mehr Kopffreiheit, einen etwas leichteren Einstieg zum Fond.

3. Das Preis-Leistungs-Verhältnis: Mit einem Einstiegspreis von 25.900 Euro für die Basisvariante bietet der Epiq exakt die vom Kunden vielfach geforderte Preisparität zum Verbrenner-Pendant Škoda Kamiq (ab 25.980 Euro mit 85 kW starkem Benziner) – liefert dabei aber das Nutzwertniveau eines deutlich teureren Fahrzeugs.

Škoda beweist einmal mehr, dass die Marke das Erbgut des "Volkswagens" oft besser verinnerlicht hat als die Kernmarke selbst: Der Epiq ist der geräumigere, vielseitigere und schlicht cleverere Allrounder.

Die Antwort hängt natürlich von den individuellen Transportbedürfnissen ab, aber nach Probefahrten mit allen drei Fahrzeugen favorisieren wir den Skoda Epiq. Wer sich selbst ein Urteil bilden will: Am 26. September ist der "Škoda Best Day", an dem der Handel nicht nur den neuen Epiq, sondern auch den Peaq vorstellen wird – und direkte Vergleiche mit Elroq und Enyaq ermöglicht. Es empfihelt sich die Mitnahme eines Maßbands.

Hinweis: Dieser Artikel ist am 13. September 2026 zuerst bei unserem Kooperationspartner Edison.media erschienen(öffnet im neuen Fenster).


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