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Gleichstand bei der Technik, Nuancen bei der Reichweite

Beim Antriebsstrang greifen beide Fahrzeuge ins selbe Konzernregal. Die Basisversionen beider Modelle koppeln eine 37-kWh-Batterie (netto) mit robuster, langlebiger LFP-Chemie (Lithium-Eisenphosphat) mit Frontmotoren, die über eine Spitzenleistung von entweder 85 kW (116 PS) oder 99 kW (135 PS) verfügen. Damit lassen sich Reichweiten von 310 bis 330 Kilometern nach der WLTP-Verbrauchsnorm darstellen.

Bei den Topmodellen, beim Epiq "Selection" genannt, ist eine Batterie mit einer Netto-Kapazität von 52 kWh und einer NMC (Nickel-Mangan-Kobalt)-Zellchemie mit einer 155 kW (211 PS) starken E-Maschine an den Vorderrädern verbandelt. Bis zu 440 Kilometer sollen damit ohne Ladepause darstellbar sein. Und der Wert scheint nach der forschen Testfahrt durchs alpine Bergland auch im Alltag erreichbar zu sein: Der Bordcomputer wies am Ende einen Durchschnittsverbrauch von 14,7 kWh/100 km auf.

Kleiner Effizienzvorteil für den Polo

Einen kleinen Effizienzvorteil verbucht der Volkswagen: Dank seiner flacheren Silhouette und eines cW-Werts von 0,264 kommt der ID. Polo mit großem Akku auf bis zu 454 Kilometer WLTP-Reichweite. Der kantigere Epiq (cW-Wert 0,275) liegt mit 440 Kilometern minimal dahinter – ein kaum spürbarer Aufschlag für deutlich mehr Karosserievolumen.

Beide Modelle beherrschen echtes One-Pedal-Driving bis zum Stillstand im B-Modus. Auch an der Schnellladesäule agieren sie auf Augenhöhe: Von 10 auf 80 Prozent vergehen bei beiden rund 23 bis 24 Minuten (DC-Ladeleistung bis 88 beim Modell mit 38,5 kWh-Akku bzw. 105 kW bei der 52 kWh-Version). Die Konkurrenten von Stellantis, Renault und Kia benötigen für die Übung ein paar Minuten länger. Wechselstrom tanken beide dreiphasig mit 11 kW – das ist inzwischen Industriestandard. Beide Modelle dürfen als 155-kW-Variante zudem bis zu 1.200 Kilogramm an den Haken nehmen und bieten 75 Kilogramm Stützlast – genug für zwei E-Bikes auf der Deichsel.

Hervorzuheben ist bei beiden die bidirektionale Ladefähigkeit: Strom an externe Geräte abzugeben (Vehicle-to-Load / V2L mit bis zu 3,6 kW) beherrschen beide. Škoda betont beim Epiq darüber hinaus die direkte Kompatibilität für Vehicle-to-Home (V2H) und Vehicle-to-Grid (V2G) in Kombination mit zertifizierten Gleichstrom-Wallboxen.


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