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Elektro-SUV: Kia steigt mit EV2 in Europas Kompaktklasse ein

Kia hat den EV2 vorgestellt, ein 4,06 Meter kurzes Elektro-SUV. Das E-Auto soll ein günstiger Einstieg in die E-Mobilität werden.
/ Andreas Donath
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Kia EV2 (Bild: Kia)
Kia EV2 Bild: Kia

Der koreanische Autobauer Kia präsentiert in Brüssel den EV2(öffnet im neuen Fenster) – einen 4,06 Meter kurzen Elektro-SUV, der ab Februar in der Slowakei vom Band läuft. Mit Preisen unterhalb des EV3 soll er Europas wichtigstes Marktsegment erobern.

Zwei Akkugrößen, bis zu 448 Kilometer Reichweite

Kia bietet den EV2 mit zwei Akkugrößen an. Die Basisversion nutzt eine 42,2-kWh-Akku für bis zu 317 Kilometer Reichweite, während die Langstreckenausführung mit 61 kWh bis zu 448 Kilometer schaffen soll. An Schnellladesäulen ist der Akku in etwa 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent gefüllt. Als erstes Kia-Modell beherrscht der EV2 bereits zum Start 22-kW-Wechselstromladen.

Flexibler Innenraum mit Überraschungen

Im Innenraum setzt Kia auf Variabilität. Neben der klassischen Fünfsitzer-Konfiguration gibt es eine Viersitzer-Version mit verschiebbaren und neigungsverstellbaren Rücksitzen. Der Radstand von 2.565 Millimetern ermöglicht eine Beinfreiheit von bis zu 958 Millimetern im Fond. Der Kofferraum fasst je nach Bestuhlung zwischen 362 und 403 Liter, unter der Haube bietet ein 15-Liter-Frunk zusätzlichen Stauraum.

Abgespeckte Software, volle Konnektivität

Beim Infotainment setzt Kia auf Smartphone-Integration via Android Auto und Apple Carplay. Over-the-Air-Updates bleiben möglich, zusätzliche Funktionen lassen sich über den Kia Connect Store nachkaufen. Das Panoramadisplay vereint digitales Kombiinstrument und Navigationssystem in einer Einheit.

Assistenzsysteme und Fernsteuerung

Je nach Ausstattungslinie stehen verschiedene Fahrerassistenzsysteme zur Verfügung, darunter Autobahnassistent 2.0, Frontkollisionswarner 2.0 und adaptive Geschwindigkeitsregelanlage. Eine Besonderheit ist der Remote Smart Parking Assist Entry, der das Ein- und Ausparken per Smart Key von außerhalb des Fahrzeugs ermöglicht.

Auffällig sind die vertikalen Gestaltungselemente, das charakteristische Star-Map-Tagfahrlicht und die ausgeprägten Radläufe. Die Räder messen je nach Version zwischen 16 und 19 Zoll. Die GT-Line hebt sich durch farblich abgesetzte Stoßfänger, schwarze Akzente und 19-Zoll-Felgen ab. Das Farbprogramm umfasst Uni-, Metallic-, Perleffekt- und Mattlacke.

Europäische Produktion ab Februar

Die Fertigung startet im Februar im slowakischen Werk Žilina mit den Standardbatteriemodellen; die großen Akkuvarianten folgen ab Juni 2026. Nach dem EV4 ist der EV2 das zweite reine Elektromodell aus der slowakischen Produktion.

Bidirektionales Laden vorbereitet

Die V2L-Funktion erlaubt den Betrieb von 230-Volt-Geräten über das Fahrzeug. Eine V2X-Hardware-Vorbereitung soll künftig die Integration der Fahrzeugbatterie ins Stromnetz ermöglichen – vorausgesetzt, die entsprechende Infrastruktur ist vorhanden.

Markteinführungstermine für Deutschland, finale Spezifikationen und offizielle Verbrauchsangaben sowie die Preise will Kia zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben.


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