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Elektro-Pick-up: Volkswagen verschiebt Start von Scout in den USA

VW wollte ab 2027 mit Elektro-Pick-ups von Scout in den USA angreifen – jetzt ist der Start offenbar auf 2028 verschoben worden.
/ Tobias Költzsch
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Der Scout Terra von VW (Bild: Reuters)
Der Scout Terra von VW Bild: Reuters

Volkswagen hat sein Scout-Projekt in den USA um ein Jahr nach hinten verschoben. Das berichtet der Spiegel(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Informationen, die dem Magazin vorliegen. VW wollte eigentlich 2027 mit der Produktion von E-Pick-ups in South Carolina beginnen.

Nun soll frühestens 2028 mit der Fertigung begonnen werden; ein früherer Zeitpunkt gilt dem Spiegel zufolge nur noch als Hoffnungswert. VW will in dem neuen Werk in Blythewood bis zu 250.000 Autos pro Jahr bauen.

Als Grund für die Verzögerung gibt der Spiegel die notwendige Entwicklung einer Hybridversion für den Scout-Pick-up an, die mit einem Range-Extender ausgestattet ist. Bei derartigen Fahrzeugen wird mit einem kleinen Verbrennungsmotor die Reichweite eines Elektromotors erhöht.

Neue Software für Range-Extender-Version notwendig

Dazu ist zudem eine etwas andere Software notwendig, die erst noch entwickelt werden muss. Das Joint-Venture zwischen VW und Rivian beschränkte sich bisher nur auf die Entwicklung von Software für reine Elektroautos – Rivian bräuchte entsprechend länger für eine Hybrid-Software. VWs eigenes Softwareunternehmen Cariad soll jetzt helfen.

Mit Scout wollte VW in den USA einen Neustart vornehmen, denn 2025 verkaufte Volkswagen dort 50.000 Fahrzeuge weniger. In den USA sind traditionell große Fahrzeuge wie SUVs und Pick-up-Trucks beliebt, und diese hat VW nicht unbedingt im Portfolio.

Scout ist eine US-amerikanische Traditionsmarke, die VW als Elektro-Pick-up wiederbeleben will. Mit dem Scout Terra will der Konzern gegen die starke amerikanische Konkurrenz von Ford und General Motors ankommen. Allerdings zeigte sich in den vergangenen Jahren, dass etwa auch Ford mit seinem vollelektrischen F-150 Lightning an die Grenzen des US-Marktes stößt.

Reichweite elektrischer Trucks kann zum Problem werden

Unter anderem ist die geringe Reichweite der schweren Trucks, vor allem, wenn sie Last ziehen, bei den Entfernungen im ländlichen Amerika unpraktisch. Mit der Range-Extender -Version des Scout Terra dürfte VW dieser Kritik entgegenwirken wollen.

Auch die Politik der Trump-Regierung hat VWs Pläne durcheinandergebracht: Prämien beim Kauf von Elektroautos wurden gestrichen, Strafen für Spritschleudern abgeschafft. In Deutschland hat VW ein hartes Sparprogramm angekündigt . Und neben dem US-Markt läuft es auch in China nicht gut für den Autohersteller.


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