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Öffentliches Laden lohnt sich ebenfalls

Oder die Idee mit der Wallbox wird gar nicht erst umgesetzt, zumal der Einbau nicht immer einfach oder überhaupt möglich ist, erst recht in einer Mietwohnung. Positiver Nebeneffekt: Meine Anschaffungskosten sinken sofort wieder um 2.500 Euro.

Der lokale Netzbetreiber, dessen Säulen praktischerweise an mehreren von mir besuchten Einkaufsmärkten stehen, verlangt derzeit 49 Cent pro kWh. Statt 960 Euro für Benzin müsste ich für das Laden am öffentlichen Ladepunkt ungefähr 650 Euro zahlen, somit noch 300 Euro pro Jahr sparen.

Wallbox schmälert die Ersparnis

Wie sähe meine Bilanz nach fünf Jahren aus, vorausgesetzt, größere Unfälle oder Reparaturen bleiben aus? Der Benziner, der eine Investition von 9.000 Euro verlangt, steht bei jährlichen 8.000 km mit allen Nebenkosten bei 16.300 Euro.

Der elektrische Up und der Einbau einer Wallbox verursachen dagegen einen Grundpreis von 13.500 Euro und nach fünf Jahren eine Gesamtsumme von 17.200 Euro. Erst anderthalb Jahre später wären die Kosten identisch, danach das Elektroauto vorn. Allerdings sollte die Wallbox deutlich länger halten und zudem für weitere Fahrzeug nutzbar sein.

Hätte ich zudem die Möglichkeit, wenigstens die Hälfte des Stroms aus einer Solaranlage einzuspeisen, käme mich der e-Up nach fünf Jahren nur noch 200 Euro teurer als ein Verbrenner. Drei Monate später würde ich sparen.

Der Gewinner ist überraschenderweise der Kleinwagen, der an der öffentlichen Ladesäule lädt, zumindest mit Blick auf den Zeitraum von fünf Jahren. Weil die Kosten für die Wallbox entfallen und trotz höherer Stromkosten das Fahren günstiger ist als beim Benziner, kommen für den e-Up beim Laden auf der Straße insgesamt 16.100 Euro zusammen.

Batteriezustand als alles entscheidender Faktor

Wie viel länger der Up dann noch gefahren werden kann und weiterhin Kosten spart, ist eine andere Frage. Der ADAC(öffnet im neuen Fenster) hat dazu einen Dauertest durchgeführt.

Deren elektrischer VW Up zeigte bereits nach 20.000 km einen Gesundheitszustand von nur noch 94 Prozent. Am Ende lag der Wert nach gefahrenen 75.000 km allerdings noch immer bei 93 Prozent. Also gute Chancen, dass mein Gebrauchtkauf mit einem positiven Fazit endet.

Nachtrag vom 2. April 2026, 13:01 Uhr

Im Artikel nicht berücksichtigt wurde die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote). Mit dieser lassen sich Kosten für das Elektroauto zusätzlich senken. Eine Auszahlung erfolgt nach Antrag über Zwischenhändler, beispielsweise Energieversorger.

Die Höhe ist allerdings starken Schwankungen unterlegen, da sich der Wert am Markt bildet. Derzeit sind es etwa 300 Euro im Jahr, somit 1.500 Euro über den betrachteten Zeitraum. Am Ende ist das E-Auto somit stets die günstigere Wahl.


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