Elektro-Lkw: VW-Tochter MAN wird elektrisch

MAN baut bereits Elektrobusse; ab 2023 will die VW-Tochter auch elektrische Lkw in Serie fertigen.

Artikel veröffentlicht am ,
ELektrobus von MAN in Hamburg: E-Busse fertigt MAN seit 2020 in Serie. E-Lkw sollen ab 2024 vom Band laufen.
ELektrobus von MAN in Hamburg: E-Busse fertigt MAN seit 2020 in Serie. E-Lkw sollen ab 2024 vom Band laufen. (Bild: MAN)

Kein Diesel mehr: Der Lkw-Hersteller MAN setzt auf Elektro- statt auf Dieselmotoren. In wenigen Jahren sollen schwere Elektro-Lkw in die Serienfertigung gehen. Bisher baut die VW-Tochter bereits Busse mit Elektroantrieb in Serie.

Stellenmarkt
  1. Senior Architect (m/w/d) Microsoft Azure
    operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt, Berlin, Dresden, München, Wolfsburg
  2. Senior Technical Consultant ServiceNow (m/w/d)
    operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, Berlin, Dresden, München
Detailsuche

Ab 2024 sollen im Werk in München die schweren Elektrofahrzeuge gebaut werden. Das hat MAN-Chef Andreas Tostmann im Interview mit der Wirtschaftszeitung Handelsblatt angekündigt.

Die Lkw sollen von Akkus mit Strom versorgt werden. "Wir planen mit Reichweiten von 500 Kilometern im ersten Schritt.", sagte Tostmann. Später sollen Reichweiten von 700 bis 1.000 Kilometern möglich sein.

Brennstoffzelle oder Akku?

Damit stellt sich MAN gegen den Trend. Viele Experten gehen davon aus, dass Elektro-Lkw von Brennstoffzellen mit Strom versorgt werden. Grund ist das Gewicht der Akkus, die einen Lkw an die Grenze des zulässigen Gesamtgewichts bringen können.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Der Anlass für MAN, auf Akkus statt auf Brennstoffzellen zu setzen, sind die Kosten. "Die Kostenparität zum Diesel ist mit einem Elektroantrieb schneller zu erreichen als mit einer Brennstoffzelle", sagte Tostmann.

Elektrische Lkw gibt es von MAN derzeit nur in Kleinserie. Allerdings baut das Unternehmen seit dem vergangenen Jahr elektrisch angetriebene Busse für den Linienverkehr in Serie. Eingesetzt werden sollen sie unter anderen in Hamburg, Göteborg und Zürich.

2030 werden fast nur noch E-Busse ausgeliefert

Elektrobusse sind laut Tostmann aktuell rund ein Viertel teurer als herkömmliche Dieselbusse. Er glaubt aber, dass die Kosten für Anschaffung und Betrieb bald sinken werden. "Wir gehen davon aus, dass 2030 neun von zehn Stadtbussen mit Elektroantrieb ausgeliefert werden."

Elektromobilität: Grundlagen und Praxis

Die Umstellung der schweren Lkw-Baureihe auf Elektromobilität im Münchener Stammwerk ist bereits im Gange: Seit Juni wird die Serienfertigung auf einer 4.000 Quadratmeter großen Sonderfläche getestet. Bis Ende 2023 sollen alle Beschäftigten für den Bau von Elektro-Lkw qualifiziert sein.

MAN ist wie Scania eine Marke des Nutzfahrzeugherstellers Traton. Traton gehört zu knapp 95 Prozent zu Volkswagen (VW). Tostmann ist seit August vergangenen Jahres Chef bei MAN. Seine Aufgabe ist es, MAN auf Elektromobilität umzustellen und das Unternehmen zu sanieren. Dazu sollen Arbeitsplätze abgebaut werden. Zudem verkauft MAN ein Werk in Österreich.

VW mache schwer Druck auf Tostmann, berichtet das Handelsblatt. Aus Aufsichtsratskreisen werde bereits von "einer letzten Chance für MAN" gesprochen. Druck kommt auch von der Europäischen Union, die ein Verbot für Verbrennungsantriebe erwägt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Datenleck
Daten von 106 Millionen Thailand-Reisenden geleakt

In einer ungeschützten Datenbank fanden sich die Daten der Thailand-Reisenden aus den letzten zehn Jahren - inklusive Reisepassnummern.

Datenleck: Daten von 106 Millionen Thailand-Reisenden geleakt
Artikel
  1. WLAN und 6 GHz: Was bringt Wi-Fi 6E?
    WLAN und 6 GHz
    Was bringt Wi-Fi 6E?

    Der Standard Wi-Fi 6E erweitert WLAN das erste Mal seit Jahren um ein neues Frequenzband. Das hat viele Vorteile und ein paar Nachteile.
    Von Oliver Nickel

  2. Großbritannien: E-Mail-Adressen von 250 afghanischen Übersetzern öffentlich
    Großbritannien
    E-Mail-Adressen von 250 afghanischen Übersetzern öffentlich

    Das britische Verteidigungsministerium hat in einer E-Mail die Mailadressen von 250 Dolmetschern in Afghanistan geleakt.

  3. Betriebssystem: Einige Windows-11-Apps funktionieren nicht ohne Internet
    Betriebssystem
    Einige Windows-11-Apps funktionieren nicht ohne Internet

    Um Platz zu sparen, müssen sich einige vorinstallierte Windows-11-Apps mit dem Internet verbinden. Auch ein Microsoft-Konto ist dafür nötig.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Asus 23,8" FHD 144Hz 166,90€ • PS5 bei Amazon zu gewinnen • PCGH-PC mit Ryzen 5 & RTX 3060 999€ • Corsair MP600 Pro 1TB mit Heatspreader PS5-kompatibel 162,90€ • Alternate (u. a. Asus WLAN-Adapter PCIe 24,90€) • MM-Prospekt (u. a. Asus TUF 17" i5 RTX 3050 1.099€) [Werbung]
    •  /