Elektro-Kombi: Mercedes-Benz startet Verkauf von Siebensitzer EQB

Der neue EQB von Mercedes-Benz ist optional mit sieben Sitzen verfügbar. Das Kompakt-SUV basiert allerdings noch auf einer Verbrennerplattform.

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Der vollelektrische EQB ist eine praktische Familienkutsche.
Der vollelektrische EQB ist eine praktische Familienkutsche. (Bild: Mercedes-Benz)

Der Autokonzern Mercedes-Benz hat den Verkauf des vollelektrischen Kompakt-SUV EQB gestartet. "Ab sofort kann der EQB zu Preisen ab 55.311 Euro bestellt werden", teilte das Unternehmen am 24. November mit.

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Die Modellpalette umfasst zunächst die beiden Allradversionen EQB 300 4Matic mit 168 kW (228 PS) Motorleistung und EQB 350 4Matic mit 215 kW (292 PS). Die leistungsstärkere Version startet zu Preisen ab 57.988 Euro. Bei einem Nettolistenpreis von mehr als 40.000 Euro beträgt der Umweltbonus derzeit 7.500 Euro, wobei der Herstelleranteil direkt vom Nettopreis abgezogen wird.

Die Produktion des EQB ist im September 2021 an zwei Standorten angelaufen: im ungarischen Mercedes-Benz-Werk Kecskemét für den Weltmarkt und im deutsch-chinesischen Joint Venture BBAC in Peking für den chinesischen Markt. Der EQB ist das erste rein elektrisch angetriebene Serienfahrzeug aus Ungarn. Die Batteriesysteme stammen von der Mercedes-Benz-Tochter Accumotive im sächsischen Kamenz sowie aus der Batteriefabrik im polnischen Jawor.

Niedrige Ladeleistung

Im Gegensatz zu den neuen Limousinen EQS und EQE basiert der EQB noch auf der Verbrennerplattform MFA2. Diese dient auch als Basis für das im Frühjahr 2021 vorgestellte Kompakt-SUV EQA. Die Produktion in Ungarn erfolgt daher flexibel je nach Auftragslage.

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Der EQB misst 4.684 x 1.834 x 1.667 mm und hat einen Radstand von 2.829 mm. Die Kopffreiheit in der ersten Sitzreihe beträgt 1.035 mm, in der zweiten sind es beim Fünfsitzer 979 mm. Das Ladevolumen liegt bei 495 bis 1.710 Litern für den Fünfsitzer beziehungsweise 465 bis 1.620 Litern beim Siebensitzer.

Die Lehnen der Sitze in der zweiten Reihe sind serienmäßig in mehreren Stufen in der Neigung verstellbar, auf Wunsch ist diese Reihe um 140 mm in der Länge verschiebbar. In der dritten Sitzreihe können allerdings nur Personen mit bis zu 1,65 Metern Körpergröße sitzen.

Technisch unterscheidet sich der EQB kaum vom EQA. Auch dieser ist inzwischen mit gleicher Motorisierung als Allradversion erhältlich. Die Akkugrößen mit einer nutzbaren Kapazität von 66,5 kWh sind ebenfalls identisch. Der EQB kommt mit einer Akkuladung nach WLTP in beiden Varianten 419 km weit. Laut Mercedes sollen weitere Varianten für spezielle Kundenwünsche folgen, darunter eine besonders reichweitenstarke Version. Letztere verfügt dann vermutlich nur über einen Frontantrieb mit Asynchronmaschine.

Elektromobilität: Grundlagen und Praxis

Electric Intelligence serienmäßig

Der EQB 300 4Matic beschleunigt in 8,0 Sekunden von null auf 100 km/h. Der EQB 350 4Matic schafft dies in 6,2 Sekunden. Beide Varianten werden schon bei 160 km/h abgeregelt. Verhältnismäßig niedrig ist mit 100 kW die Ladeleistung. Hier hinkt Mercedes in seiner Preisklasse der Konkurrenz deutlich hinterher. Höhere Ladeleistungen bietet hingegen die neue Elektroplattform EVA mit bis zu 200 kW.

Serienmäßig verfügbar im EQB ist die Routenplanung mit Electric Intelligence. Diese bietet nach Einschätzung von Golem.de derzeit die beste Navigation unter Berücksichtigung der erforderlichen Ladestopps. Serienmäßig an Bord sind zudem ein aktiver Spurhalteassistent sowie ein aktive Bremsassistent. Der Abstandsregeltempomat Distronic ist als Sonderausstattung ohne Aufpreis lieferbar.

Für die automatische Verkehrszeichenerkennung verlangt Mercedes einen Aufpreis von gut 315 Euro. Das Fahrassistenzpaket kostet zusätzliche 1.439 Euro. Dieses bietet unter anderem eine streckenbasierte Geschwindigkeitsanpassung mit Stauendefunktion, eine Rettungsgassenfunktion des aktiven Lenkassistenten, einen aktiven Geschwindigkeitslimitassistenten sowie eine Fußgängerwarnfunktion im Bereich von Zebrastreifen. Dazu sind allerdings Live-Traffic-Informationen erforderlich, die nach drei Jahren kostenpflichtig werden.

Das sogenannte MBUX-Innovationspaket mit MBUX-Interieurassistent und Head-up-Display kostet weitere 1.368,50 Euro. Serienmäßig verfügt der EQB über zwei digitale Anzeigen mit 10,25 Zoll Bilddiagonale. Beim Advanced Paket für 2.034,90 Euro verschmelzen die Anzeigen zu einem Widescreen-Cockpit. Zudem enthält dieses Paket einen Totwinkelassistenten, ein Spiegelpaket sowie zusätzliche Parkfunktionen mit Rückfahrkamera.

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