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Erstmals Cell-to-pack-Verfahren bei VW

Wie der neue BMW iX3 setzt VW dabei das Cell-to-pack-Verfahren ein, bei dem die Zellen ohne Modulgehäuse direkt zu einem Paket zusammengesetzt werden. "Das reduziert den Preis, den Bauraum und das Gewicht, sorgt für ein effizienteres Thermomanagement und erhöht die Energiedichte um rund 10 Prozent" , schreibt VW.

Der ID.Polo ist 4,05 Meter lang, 1,82 Meter breit und 1,53 Meter hoch. Der Radstand beträgt 2,6 Meter. Die Außenmaße entsprechen mehr oder weniger denjenigen des aktuellen Verbrenner-Polos, allerdings stehen den Passagieren bei der Elektroversion zusätzliche 19 mm im Innenraum zur Verfügung.

Zudem ist das Kofferraumvolumen deutlich größer: Der Stauraum wächst um 24 Prozent von 351 auf 435 Liter. Mit umgeklappten Rücksitzen steigt das Ladevolumen auf 1.243 Liter, was 118 Liter mehr als beim bisherigen Polo sind. Das zusätzliche Volumen rührt daher, dass sich an der Hinterachse keinerlei Antriebskomponenten befinden und der Stauraum unter dem Kofferraumboden sogar für mehrere Getränkekisten Platz bietet.

Neues Fahrwerk

Für den MEB+ konstruierten die Entwickler zudem ein neues Fahrwerk. Das Ziel sei gewesen, "eine optimale und für Volkswagen typische Lösung zu konzipieren" . Vor diesem Hintergrund sei ein Verbund aus einer MacPherson-Vorderachse und einer besonders kompakt bauenden Verbundlenker-Hinterachse entstanden. Der Fahrkomfort soll den der Verbrennerversion deutlich übertreffen. So seien die Eigenfrequenzen der Vorder- und Hinterachse um jeweils 5 Prozent reduziert worden.

Der ID.Polo ist zudem mit Anhängerkupplung lieferbar. Die Stützlast beträgt 75 kg, die gebremste Anhängelast liegt bei 1.200 kg.

Wie bereits zur IAA mitgeteilt, haben Käufer die Wahl zwischen drei Ausstattungsvarianten. Der Grundpreis des Einstiegsmodells soll "in vielen Märkten" weiterhin bei weniger als 25.000 Euro liegen. Zu den technischen Highlights der Baureihe wird laut VW "optional die neueste Generation des Travel Assist gehören, der unter anderem einen automatischen Spurwechsel ermöglicht und erstmals eine Ampel-Erkennung bietet" . Ebenfalls neu in dieser Klasse seien der Parkassistent Plus mit Memory-Funktion und eine 360-Grad-Umgebungskamera.

Produktion im spanischen Seat-Werk

VW hatte die erste Studie zum Elektro-Polo im März 2023 unter dem Namen ID.2all vorgestellt . Inzwischen kehrte das Unternehmen wie Mercedes-Benz zu den bislang üblichen Modellbezeichnungen zurück.

Der Mitteilung zufolge leitete die VW-Tochter Seat/Cupra das Projekt. Das Design stamme aus Wolfsburg. Gebaut werde der Polo im spanischen Seat-Werk Martorell.

Harte Konkurrenz aus China

Mit dem ID.Polo nimmt das Angebot im elektrischen Kleinwagensegment zu. Dazu zählen bislang derCitroën ë-C3 ( Praxistest ), der Hyundai Inster ( Praxistest ) und der Leapmotor T03 ( Test ).

Von den Außenmaßen her konkurriert der ID.Polo am ehesten mit dem Citroën ë-C3 und dem BYD Dolphin Surf ( Probefahrt ), der zwischenzeitlich für weniger als 20.000 Euro angeboten wurde(öffnet im neuen Fenster) . Auf Basis der MEB-Einstiegsplattform sind zudem der Cupra Raval und der Skoda Epiq(öffnet im neuen Fenster) geplant. Der noch günstigere ID.Every1 soll im Jahr 2027 auf den Markt kommen, möglicherweise als ID.Up.


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