Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Elektrisches Hypercar: Lotus Evija X mit spektakulärem Unfall in Goodwood

Das elektrische Hypercar Lotus Evija X ist wenige Meter nach dem Start beim Goodwood Festival of Speed in die Absperrung gerast und wurde beschädigt.
/ Andreas Donath
14 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Lotus Evija X (Bild: Lotus)
Lotus Evija X Bild: Lotus

Beim britischen Goodwood Festival of Speed 2024 hat sich das Schicksal für den Lotus Evija X(öffnet im neuen Fenster) gewendet, der zuvor noch die Nürburgring-Nordschleife mit einer spektakulären Zeit absolviert hatte. Im Bergauf-Rennen in Goodwood jedoch hat sich das Hypercar mit Vierradantrieb kurz nach dem Start zur Seite gedreht und ist in die Heuballen-Absperrung gekracht, woraufhin es erheblich beschädigt wurde. Verletzt wurde niemand.

Auf der Nürburgring-Nordschleife stellte der Evija X eine beachtliche Rundenzeit auf. Der ehemalige Tourenwagen-Pilot Dirk Müller fuhr das Auto in 6:24,047 Minuten um die 20,8 Kilometer lange Strecke. Diese Zeit ist angeblich die schnellste, die je ein Fahrzeug mit einem Serienchassis auf der Rennstrecke jemals erreicht hat.

Nur zwei Fahrzeuge haben offiziell schnellere Zeiten auf dem Nürburgring erreicht: der ID.R electric Pikes Peak-Rennwagen von Volkswagen (6:05 Minuten) und der 919 Evo Hybrid von Porsche, der mit 5:19,55 Minuten den aktuellen Rekord hält. Dabei handelt es sich aber nicht um Fahrzeuge auf einem Serienchassis.

Einzelheiten zum Unfall und Spekulationen

Auf Videoaufnahmen des Unfalls ist zu sehen, dass die Hinterräder des Evija X sowohl beim Start als auch nach dem Aufprall durchdrehten. Das könnte der Hinweis auf eine fehlerhafte Verteilung der Motorkraft und damit auf ein technisches Problem sein. Weder Lotus noch die Veranstalter haben bislang eine Erklärung zur Unfallursache abgegeben.

Der Evija X ist eine Spezialversion des Lotus Evija , der über veränderte Aerodynamik-Anbauteile, Pirelli-Slicks, geänderte Dämpfer und Carbon-Bremsen verfügt. Dazu kommen vier Motoren mit mehr als 2.000 PS und 1.700 Nm. Der Akku fasst nur 70 kWh.

Lotus gibt an, dass sowohl der Sprint von 0 auf 100 km/h als auch von 100 auf 200 km/h jeweils unter drei Sekunden dauert. Die Beschleunigungsdauer von 200 auf 300 km/h soll weniger als vier Sekunden betragen. Die Höchstgeschwindigkeit soll bei 350 km/h liegen, was auf dem Nürburgring-Video auch für kurze Zeit zu sehen ist.


Relevante Themen