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Elektrisches Carsharing gestartet: VW erwartet keine Ladeprobleme in Berlin

Mit mehr als 2.000 Elektroautos will Volkswagen seinen Carsharing-Dienst We Share in Berlin betreiben. Eine Kooperation mit Lidl und Kaufland soll die Ladeproblematik entschärfen.

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Der Carsharing-Dienst We Share ist in Berlin gestartet.
Der Carsharing-Dienst We Share ist in Berlin gestartet. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Mit 1.500 vollelektrischen E-Golfs hat der Volkswagen-Konzern seinen Carsharing-Dienst Weshare in Berlin gestartet. Der Dienst solle auch dazu beitragen, bei den Nutzern für Elektromobilität zu werben und sie von den Vorzügen des elektrischen Fahrens zu überzeugen, sagte Volkswagen-Markenvorstand Christian Senger am Donnerstag in Berlin. Um das Aufladen der Fahrzeuge an öffentlichen Säulen zu ermöglichen, habe der Autohersteller vor einer Woche eine Kooperation mit den Einzelhandelsketten Lidl und Kaufland vereinbart.

Inhalt:
  1. Elektrisches Carsharing gestartet: VW erwartet keine Ladeprobleme in Berlin
  2. Expansion nach Hamburg und Prag

Volkswagen hatte im November 2018 den Aufbau eines eigenen Carsharing-Dienstes angekündigt. Im April 2019 war eine Testphase mit 400 Autos und 2.500 Nutzern gestartet. Die E-Golfs sollen Anfang 2020 durch 500 e-Ups ergänzt werden, Mitte 2020 sollen dann die ersten Exemplare des neuen VW ID folgen.

Werbung für Elektromobilität

Laut Senger wollte VW nur unter der Bedingung ins Carsharing-Geschäft einsteigen, dass die Flotte vollständig aus Elektroautos besteht. Zudem wird der Strom aus erneuerbaren Energien bezogen. Der Konzern will im Jahr 2025 jährlich eine Million Elektroautos verkaufen. Um das ambitionierte Ziel zu erreichen, dürfte es in der Tat sinnvoll sein, Tausende Elektroautos im Straßenbild zu etablieren.

Allerdings dürfte es nicht unproblematisch sein, eine so große Flotte nur an öffentlichen Ladestationen zu laden. Selbst der Konkurrent Share Now (früher Car2go und Drive Now) beklagte sich darüber, dass öffentliche Ladesäulen in Berlin häufig von Verbrennerfahrzeugen zugeparkt seien. Die Berliner Bezirke lehnen es bislang ab, Autos an zugeparkten Ladesäulen abschleppen zu lassen.

Kooperation mit Lidl und Kaufland

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Um die Ladeproblematik zu entschärfen, will Volkswagen die Autos verstärkt auf Kundenparkplätzen von Lidl und Kaufland laden lassen. An 60 Lidl- und 10 Kaufland-Filialen sollen 140 Ladepunkte errichtet werden. Der Aufbau beginne bereits jetzt, sagte Senger. Bis Februar 2020 sollen 70 Ladesäulen bereitgestellt werden. Dabei handele es sich überwiegend um Schnelllader mit 50 Kilowatt Leistung, an denen gleichzeitig zwei Fahrzeuge laden könnten. Die 140 Ladepunkte sollen tagsüber den Kunden zur Verfügung stehen, zwischen 23.00 Uhr und 6.30 Uhr sollen sie ausschließlich von We Share genutzt werden dürfen. Bislang stehen laut VW in Berlin 800 Ladepunkte zur Verfügung.

Doch selbst wenn sich genügend Ladepunkte finden, ist ein solches Konzept mit einem hohen Aufwand verbunden. Denn die Service-Mitarbeiter müssen Autos mit leeren Akkus zunächst aufsuchen, dann zu einer Ladesäule fahren und nach dem Laden wieder umparken. Auch die Lidl- und Kaufland-Säulen würden nach dem Laden wieder freigeräumt, sagte We-Share-Chef Philip Reth. Ein Vorteil des Konzepts: Da die Fahrzeuge häufiger von den Mitarbeitern aufgesucht würden, seien sie besser gewartet als bei Verbrennern. In der Betaphase mit 400 Autos sei das Laden "problemlos" verlaufen, sagte Reth. "Die Skepsis ist komplett ausgeräumt worden. Wir sehen das Thema Laden überhaupt nicht als kritisch an", sagte der Firmenchef. Allerdings sollen künftig fünfmal mehr Elektroautos auf den Straßen von Berlin unterwegs sein.

Expansion nach Hamburg und Prag 
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ChrisE 27. Jun 2019 / Themenstart

Eine Ladesäule hat ein oder mehrere Anschlussmöglichkeiten, zählt also als ein Ladepunkt...

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