Bezirke wollen nicht abschleppen

Ein Sprecher der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz räumte auf Nachfrage von Golem.de ein, dass die Fehlbelegungen der Ladesäulen ein Problem darstellten, "welches uns bekannt ist". Eine kontinuierliche Überwachung durch den Außendienst der Ordnungsämter sei unter anderem wegen der geringen personellen Ausstattung bisher jedoch nicht zu leisten. "Wir verfolgen deshalb ergänzend verschiedene andere Ansätze. So testen wir verschiedene Detektionstechniken in der Praxis. Allerdings sind die Rechtsgrundlagen für wirksame Gegenmaßnahmen heute noch wenig geeignet, um konsequent gegen diese Blockierungen vorzugehen", sagte der Sprecher.

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Mit anderen Worten: Selbst wenn ein Sensor feststellen sollte, dass ein Auto auf einem Parkplatz steht und nicht den Akku auflädt, dürfte das Fahrzeug nicht abgeschleppt werden. Das bestätigten auch die Berliner Bezirke Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg, die für die Parkraumbewirtschaftung auf ihrem Gebiet zuständig sind. So sagte ein Sprecher des Bezirksamts Mitte auf Anfrage: "Abschleppen kann im Bezirk neben der Polizei nur der Allgemeine Ordnungsdienst (AOD). Da die personellen Ressourcen des AOD begrenzt sind, können nicht alle falsch parkenden Autos abgeschleppt werden, sodass priorisiert werden muss." Daher müssten Fahrzeuge, "von denen eine akute Gefahr ausgeht", vorrangig abgeschleppt werden.

Mehr Ladesäulen aufstellen

"Das Falschparken an einer Ladesäule stellt eine Ordnungswidrigkeit dar - eine akute Gefahr für die Allgemeinheit dürfte im Regelfall ausgeschlossen sein. Ein Falschparker bleibt ein Falschparker unabhängig davon, ob nun an einer Elektrosäule oder auf einem Radweg falsch geparkt wird. Im Sinne des Gleichbehandlungsgrundsatzes muss die Verwaltung mit gleichen Maßstäben handeln", hieß es weiter. In Friedrichshain-Kreuzberg droht Falschparkern ebenfalls nur ein Strafzettel in Höhe von 15 bis 30 Euro.

  • Gerettet: Der E-Golf lädt an der Station der Stadtwerke Neuruppin. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Schon vor Kyritz zeigte sich, dass der Strom nicht reicht für die Rückfahrt. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Ladeversuch in Kyritz war fehlgeschlagen und der Strom wurde langsam knapp. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • In Neuruppin wurde es eng - zumal eine Ladestation nicht funktionierte. Zum Glück gab es noch die der Stadtwerke. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bei vielen Ladesäulen muss sich der E-Auto-Fahrer mit einer Karte authentifizieren. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Das Problem: Nicht jede Karte funktioniert an jedem Lader, die Abrechnungssysteme sind oft nicht kompatibel. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Wir lernten die Ladesäulen schätzen, die Ikea oder Lidl aufstellt. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Sie bieten mehrere Stecker, das Laden ist kostenlos. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Bedienung ist übersichtlich ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... und sie laden recht schnell. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Außerdem wird der E-Auto-Fahrer über den Fortschritt informiert. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Nach einer Viertelstunde ist der fast leere Akku wieder halb voll. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der E-Golf an einer Ladesäule am Bahnhof Berlin-Südkreuz. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Manchmal sind die Ladesäulen auch von anderen Elektroautos belegt. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Säulen von Be emobil sind die teuersten. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Gerettet: Der E-Golf lädt an der Station der Stadtwerke Neuruppin. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)

Um die Situation für Car-Sharing-Anbieter zu verbessern, plant der Senat eine "Nachverdichtung" der Ladeinfrastruktur über die bestehenden 487 Ladepunkte an 261 Standorten hinaus. Zudem wolle die Stadt "mit den Bezirken Möglichkeiten für eine nutzerfreundlichere Kennzeichnung beziehungsweise Markierung von Ladeparkplätzen erarbeiten". Danach werde man auswerten, "ob damit die Akzeptanz erhöht werden kann".

Zu wenig Schnelllader installiert

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Ein weiteres Problem in Berlin: Die öffentliche Ladeinfrastruktur von Be emobil setzt vor allem auf Wechselstrom. Derzeit gibt es nur elf Schnellladesäulen mit 22 Ladepunkten. Das Kuriose daran: Nach Angaben eines Daimler-Mitarbeiters drängte der Autohersteller bei der damaligen Ausschreibung auf Wechselstromsäulen mit 22 Kilowatt, weil der elektrische Smart mit einem solchen Bordlader ausgestattet wurde. Doch die meisten anderen Elektroautos können nur ein- oder zweiphasig mit bis zu 7,4 Kilowatt laden, nur wenige verfügen über eine Drehstromlader mit 11 oder gar 22 kW. Stattdessen lassen sich die meisten Elektroautos mit 50 bis150 kW per Gleichstrom laden. Aus diesem Grund dauern die Ladevorgänge an den Berliner Säulen recht lange. Selbst der E-Golf mit seiner kleinen Batterie braucht mit Wechselstrom vier Stunden.

Die Ladeproblematik könnten in der Tat Einzelhandelsketten oder Möbelmärkte mit ihren großen Parkplätzen nutzen. Die Unternehmen Lidl, Aldi, Kaufland und Ikea haben schon etliche ihrer Parkplätze mit Ladesäulen ausgestattet und wollen dieses Angebot weiter ausbauen. Als hilfreich dürfte sich dabei erweisen, dass seit Ende Februar 2019 endlich ein eichrechtskonformer Gleichstromzähler zur Verfügung steht. Der Schweizer Hersteller LEM erhielt als erster Anbieter die Baumusterprüfbescheinigung der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB).

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 Elektrisches Car-Sharing: Es wird eng an Berlins LadesäulenClever Shuttle und Moia mit eigenen Ladesystemen 
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alphaorb 10. Apr 2019

Gendern hat nichts mit Geschlechtergerechtigkeit zu tun. Wirtschaftsmigration hat nichts...

flasherle 04. Apr 2019

ja mir ging es aber um den status quo

Harddrive 03. Apr 2019

Bereits im letzten Monat sind wieder 2 Tankstellen dazu gekommen. Und derzeit sind es...

omnitopos 03. Apr 2019

und natürlich Nachweis von Eigentumsanteilen an einer Tankstelle ;)

pointX 02. Apr 2019

Kann ich nur zurückgeben. Doch. Öffentliche Schnelllader sind dazu da, um "noch nach...



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