Elektrischer Kabinenroller: Microlino plant Produktionsstart mit drei Varianten

Kurz nach der IAA 2021 sollen Kunden ihren Microlino mit bis zu 230 km Reichweite konfigurieren können. Die Produktion soll ebenfalls bald starten.

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Ziemlich retro, aber mit moderner Technik: der elektrische Kabinenroller Microlino
Ziemlich retro, aber mit moderner Technik: der elektrische Kabinenroller Microlino (Bild: Golem.de)

Der Schweizer Hersteller Micro Mobility Systems will noch in diesem Jahr mit der Produktion seines Kleinwagens Microlino starten. Das teilten die Söhne von Firmengründer Wim Ouboter, Oliver und Merlin, am Montag auf der Automesse IAA Mobility 2021 in München mit. Die Konfiguration der Fahrzeuge werde unmittelbar nach der IAA gestartet. Der Kleinwagen ist nun in drei Batteriegrößen und Ausstattungslinien erhältlich. Derzeit sucht das Unternehmen nach Servicepartnern in Deutschland, um die Kunden nach der Markteinführung betreuen zu können.

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Die Akkus gibt es demnach in den Größen 6, 10,5 und 14 kWh, wobei der große Akku erst von Juli 2022 an lieferbar ist. Die vorläufigen Reichweitenangaben liegen bei 95, 175 und 230 km. Mit einer Reichweite von 15 km pro kWh gehöre der Microlino zu den effizientesten Fahrzeugen der Welt, sagte Oliver Ouboter.

Einstiegspreis unverändert

Die auf der IAA gezeigten Prototypen sollen schon sehr seriennah sein. Im Vergleich zu der im Juni vorgestellten Version gibt es kaum Änderungen. Der Motor wird nun mit 12,5 kW bei einem Drehmoment von 118 Nm angegeben. Zuvor sollte die Leistung nur bei 11 kW liegen. Unverändert bleiben die Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h und der Einstiegspreis von 12.000 Euro. Der Microlino beschleunigt in 5 Sekunden von 0 auf 50 km/h.

Die neuen Ausstattungslinien lauten Urban, Dolce und Competizione. Urban ist dabei sehr einfach gehalten und soll eine möglichst umweltfreundliche und praktische Mobilität ermöglichen. Dolce und Competizione verfügen über ein Faltdach, Chromapplikationen, ein veganes Lederlenkrad und LED-Bänder. Dolce gibt es in fünf knalligen Farben, während Competizione in drei dunklen, matten Tönen erhältlich ist. Die Urban-Version ist in Weiß und Orange bestellbar.

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Das Schweizer Familienunternehmen lässt die Microlinos von Cecomp im italienischen Turin fertigen. Das auf die Fertigung von Prototypen spezialisierte Unternehmen hält zudem eine Minderheitsbeteiligung an Microlino Italia. Derzeit ist eine Fertigung von 7.500 Exemplaren pro Jahr geplant, wobei es derzeit etwa 24.000 Reservierungen geben soll.

  • Der Microlino in der Ausstattungsvariante Dolce (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Das Kofferraumvolumen beträgt 230 Liter. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Microlino ist etwa 2,5 m lang und 1,47 m breit. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Innenausstattung ist auf das Notwendigste reduziert. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Einstieg erfolgt von vorne. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Scheinwerfer sind in die Außenspiegel integriert. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Tür lässt sich mit einem kleinen Taster unterhalb des Außenspiegels öffnen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Microlino ist ein beliebtes Fotomotiv auf der IAA Mobility 2021. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Der Microlino in der Ausstattungsvariante Dolce (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)

Microlino ist preislich und vom Konzept her zwischen Kleinstwagen wie dem Citroën Ami - neuerdings auch als Opel Rocks-e vermarktet - und Kleinwagen wie dem e.Go angesiedelt. Allerdings verfügt der Microlino über eine selbsttragende Karosserie und Einzelradaufhängung. Künftig ist auch ein Fahrerairbag im Lenkrad geplant. Die Tür des Microlino öffnet nach vorne, wobei das Lenkrad starr in einer Säule verbaut ist.

Der Microlino ist 2,52 m lang, 1,47 m breit und 1,51 m hoch. Damit übertrifft er den Citroën Ami bei Länge und Breite nur um wenige Zentimeter. Das Gewicht beträgt 430 kg ohne Akku. Anders als der Ami lässt sich der Microlino nur mit einem Pkw-Führerschein fahren. Die Fahrzeugklasse L7e ist in Deutschland derzeit nicht förderfähig.

Elektromobilität: Grundlagen und Praxis

E-Roller und E-Scooter vorgestellt

Neben dem Microlino zeigte das Unternehmen auf der IAA erstmals den dreirädrigen Roller Microletta. Für diesen habe es seit der Online-Präsentation im März 2020 bereits 5.000 Reservierungen gegeben. Im kommenden Jahr solle die "ernsthafte Entwicklung starten", sagte Merlin Ouboter. Bislang soll die Microletta über eine Reichweite von 100 km bei einer Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h verfügen. Die beiden Wechselakkus haben zusammen eine Kapazität von 4,2 kWh.

Ebenfalls Premiere auf der IAA hat der Gladiator, ein dreirädriger E-Scooter. Dieser sei speziell für den Einsatz auf Firmen- und Unigeländen konzipiert worden. Mit zwei Akkus verfüge der Rolle bei einer Motorleitung von 450 Watt über eine Reichweite von 60 km.

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M.P. 08. Sep 2021 / Themenstart

VIELLEICHT geht es, wenn man die Kopfstützen abnehmen kann - mit Kopfstützen würde ICH...

Thorgil 08. Sep 2021 / Themenstart

Ja und? Wenns doch Benzin spart.

dummzeuch 07. Sep 2021 / Themenstart

Wenn ich mir das Video so ansehe, so scheint man sich am Lenkrad (und evtl. an einem...

gadthrawn 07. Sep 2021 / Themenstart

Stoffdach. Ist der zweite Rettungsweg.

demon driver 07. Sep 2021 / Themenstart

..., aber muss man, nur um der Nostalgie willen, jedes von der praktischen Bedienbarkeit...

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