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Elektrische Nutzfahrzeuge: Nicht mehr vom Müllwagen geweckt werden

Keine lokalen CO2-Emissionen und weniger Lärm: Stadtbewohner hätten lieber heute als morgen leise Müllwagen, Bagger und andere elektrische Nutzfahrzeuge. Viele sind schon im Testbetrieb - und einige sogar schon im regulären Einsatz.

Ein Bericht von Dirk Kunde veröffentlicht am
Elektrisches Müllfahrzeug in Wien: etwa doppelt so teuer wie ein herkömmliches Fahrzeug
Elektrisches Müllfahrzeug in Wien: etwa doppelt so teuer wie ein herkömmliches Fahrzeug (Bild: PID-Christian Fürthner)

In der Wiener Josefstadt bleibt es heute Vormittag ruhig. Dabei werden gerade die Mülltonnen geleert. Es ist nur noch ein leises Klappern zu hören, wenn die leeren Kunststoffbehälter nach dem Entleeren auf die Straße gesetzt und an ihren Platz zurückgeschoben werden. Die Erklärung für die morgendliche Ruhe steht an den Seiten des orangefarbenen Fahrzeugs: E-Power. Es ist Österreichs erstes elektrisches Müllfahrzeug.

Inhalt:
  1. Elektrische Nutzfahrzeuge: Nicht mehr vom Müllwagen geweckt werden
  2. Mehr Lebensqualität für die Bewohner
  3. Leisere Baustellen

Die Stadt Wien hat es in Zusammenarbeit mit den Unternehmen Framo, MUT und MAN entwickelt. Die zwei Batterien fassen 230 Kilowattstunden (kWh) Energie. Sie versorgen den Antrieb des 9,1 Meter langen Fahrzeugs, aber auch die Tonnenentleerung sowie die Müllverdichtung. Der Strom genügt für 100 Kilometer Reichweite und 18 Kubikmeter Sammelvolumen. Die Uni Wien begleitet den einjährigen Praxistest des elektrischen Müllautos. Es wird bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen innerhalb des Wiener Gürtels für die Restmüllsammlung sowie die Altpapierabholung eingesetzt.

In Basel ist man bereits weiter und will 20 alte Müllfahrzeuge durch die gleiche Zahl elektrischer Fahrzeuge ersetzen. Anschaffung, Unterhalt und Betrieb fallen bei den elektrischen Versionen um 36 Prozent teurer aus. Doch der geringere Schadstoffausstoß und weniger Lärm wögen die Mehrkosten deutlich auf, schreibt der Regierungsrat in seinem Antrag für die Geldmittel. Theoretisch kann die Müllentsorgung mit den leisen Fahrzeugen auch am Abend oder in der Nacht erfolgen. Das würde die morgendliche Verkehrssituation in Städten entzerren und die Schichtplanung bei den Reinigungsbetrieben vereinfachen.

Städtischen Betrieben, die nicht ihre komplette Flotte umstellen wollen, bietet das dänische Unternehmen Banke ein Umrüst-Kit. Dabei wird ein Lithium-Ionen-Akku zwischen Fahrerhaus und Aufbau montiert. Die Berliner Stadtreinigung testet eines der sogenannten E-PTO Systeme. Es treibt die Hydraulik zum Entleeren und Komprimieren der Abfälle mit Strom an. Der Dieselmotor bleibt währenddessen im Leerlauf. Neben Lärm spart der Banke-Akku bis zu 25 Prozent Treibstoff auf den Touren ein. Noch leiser und vollelektrisch wird der Müll in der Innenstadt von Utrecht eingesammelt.

Mehr Lebensqualität für die Bewohner 
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crazypsycho 06. Jul 2019 / Themenstart

Ich habe die Beobachtung von Millionen von Autofahrern. Und du hast das ja mit dem...

neocron 04. Jul 2019 / Themenstart

laecherliches Argument! Krebs war auch schon vor uns da ... soll er deshalb nicht...

Ach 03. Jul 2019 / Themenstart

Sobald das laute Getöse des Diesels weg fällt, müssen die gar nicht mehr schreien um...

Huanglong 03. Jul 2019 / Themenstart

Wenn man selber fährt, stört einen das ja nicht.

Huanglong 03. Jul 2019 / Themenstart

Soweit Ich das festellen kann ist die Abfallwirtschaft in Wien in kommunaler Hand. Und...

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