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Electronic Arts: Notfallmodus wegen Medal of Honor

Electronic Arts will Medal of Honor nicht fortsetzen. Der Misserfolg der Actionserie hatte das ganze Unternehmen in einen Notfallmodus versetzt.
/ Peter Steinlechner
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Medal of Honor Warfighter (Bild: Electronic Arts)
Medal of Honor Warfighter Bild: Electronic Arts

Dass das im Herbst 2012 veröffentlichte Medal of Honor Warfighter kein großer Erfolg würde, hat sich relativ früh abgezeichnet. Von den desaströsen Verkaufszahlen wurde EA trotzdem kalt erwischt. EA-Manager Blake Jorgensen erzählt, vor allem wegen des Actionspiels sei vorübergehend eine Art unternehmensweiter Notfallmodus ausgerufen worden. Die Firma habe Mitarbeiter entlassen, die Ausgaben für Marketingaktivitäten heruntergefahren und sich voll darauf konzentriert, mit bewährten Titeln wie Fifa 13, Battlefield 3 und Need for Speed Most Wanted möglichst viel Geld zu verdienen, berichtet Gamasutra.com(öffnet im neuen Fenster) .

Medal of Honor Warfighter – Test der Solokampagne
Medal of Honor Warfighter – Test der Solokampagne (04:23)

EA hat mitgeteilt, Medal of Honor werde nach zwei schwachen Spielen nicht fortgesetzt. Stattdessen setzt das Unternehmen nun ganz auf Battlefield als Konkurrenten zu Call of Duty. Dazu passt auch, dass Entwickler Dice derzeit an einer Mac-Version seiner Frostbite-Engine arbeitet, so dass es künftig auch Action auf Apple-Hardware geben könnte.

Fifa 13 läuft noch besser als Vorgänger

Für Fifa 13 lief es in den Monaten Oktober bis Dezember 2012 vergleichsweise gut. EA hat von dem Sportspiel rund 12 Millionen Einheiten verkauft – ein Zuwachs von 23 Prozent gegenüber dem auch schon sehr starken Vorgänger. Die online generierten Umsätze von Fifa 13 lagen bei 100 Millionen US-Dollar, was sogar ein Plus von 98 Prozent gegenüber der 12er Version bedeutet.

Insgesamt hat EA im dritten Quartal des Geschäftsjahres einen Umsatzrückgang auf 922 Millionen US-Dollar hinnehmen müssen – im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch 1,06 Milliarden US-Dollar. Die Firma konnte ihren Nettoverlust von 205 auf 45 Millionen US-Dollar senken. Auffällig: Die Umsätze im klassischen Handel gingen von 738 auf 568 Millionen US-Dollar zurück, während der online erzielte Umsatz von 274 auf 321 Millionen US-Dollar gestiegen ist.


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