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Electronic Arts: Enttäuschung über Medal of Honor

Für das jüngste Medal of Honor hatte sich Electronic Arts offenbar mehr erhofft – sowohl bei den Verkäufen als auch bei den Kritiken. Hoffnungen setzt der Publisher nun auf das offizielle Map-Pack für einen Bin-Laden-Kinofilm.
/ Peter Steinlechner
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Medal of Honor Warfighter (Bild: Electronic Arts)
Medal of Honor Warfighter Bild: Electronic Arts

"Wir sind enttäuscht von den Kritiken und glauben dennoch, dass es ein gutes Spiel ist" , so der EA(öffnet im neuen Fenster) -Manager Frank Gibeau nach der Bekanntgabe von Geschäftszahlen über Medal of Honor Warfighter. Bei internen Tests habe der Ego-Shooter besser abgeschnitten als in den Tests der Fachpresse . Dennoch habe Electronic Arts die Verkaufserwartungen gesenkt. Einen gewissen Schub erwartet Gibeau durch das offizielle Map-Pack für den Film Zero Dark Thirty(öffnet im neuen Fenster) . Der Streifen von Kathryn Bigelow über die Tötung von Osama Bin Laden kommt im Dezember 2012 in die US-Kinos, der Deutschlandstart ist für Januar 2013 geplant.

Medal of Honor Warfighter – Test der Solokampagne
Medal of Honor Warfighter – Test der Solokampagne (04:23)

Der Erfolgstitel schlechthin im Portfolio ist derzeit Fifa 13. Das Fußballspiel hat seit seiner Veröffentlichung im September 2012 weltweit rund 7,4 Millionen Käufer gefunden. Insgesamt hat EA mit allen Fifa-Titeln zusammen – unter anderem World Class Soccer und Fifa Online 2 – innerhalb der vergangenen sechs Monate rund 115 Millionen US-Dollar Umsatz erzielt. Ebenfalls zufrieden ist der Publisher mit dem Verkauf von Madden NFL 13, das gegenüber dem Vorgänger um rund neun Prozent zulegen konnte.

In den Monaten Juli und September 2012 ist der Umsatz von EA im Vergleich mit dem Vorjahr von 715 Millionen auf 711 Millionen US-Dollar gesunken. Der Nettoverlust betrug 381 Millionen US-Dollar, im Vorjahreszeitraum waren es 340 Millionen US-Dollar. Auffällig ist die weiter stark steigende Bedeutung des Digitalgeschäfts: EA hat im Geschäftsquartal rund 324 Millionen US-Dollar im Internet verdient, das sind 45,6 Prozent der Gesamteinnahmen – im Vorjahr lag der Wert bei 32,7 Prozent. Damit kommt die Zielmarke von 50 Prozent Digitalumsatz in Reichweite.


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