Electronic Arts: "Enttäuschendes" SWTOR mit Free-to-Play-Modus
Ende 2011 ging Star Wars: The Old Republic (SWTOR) an den Start, inzwischen ist Electronic Arts(öffnet im neuen Fenster) von der Zahl der Mitglieder "enttäuscht", so EA-Markenchef Frank Gibeau im Gespräch mit Analysten. Mittlerweile liege die Zahl der Kunden unter einer Million. Zwar liege die Gewinnschwelle bei rund 500.000 – trotzdem sei die Entwicklung nicht akzeptabel.

Auch deshalb hat EA angekündigt, dass SWTOR ab Herbst 2012 zwei Zugangsmodelle gleichzeitig verwenden wird: zum einen wie bisher das Abosystem, zum anderen eine Free-to-Play-Mitgliederschaft, bei der Spieler kostenlos bis Level 50 antreten können – derzeit geht das nur bis Level 15. Für Free-to-Play-Sternenkrieger stehen alle Klassen, aber nicht alle Völker zur Verfügung, außerdem dürfen sie pro Woche nur eine bestimmte Anzahl von Flashpoints, Weltraummissionen und Kriegsgebieten absolvieren, Operationen sogar gar nicht. Reisefunktion und Auktionshaus sind ebenfalls nur begrenzt zugänglich.
Im Itemshop soll es Ausrüstung und einige der eingeschränkten Komfortfunktionen gegen sogenannte Kartellmünzen geben. Für diese Ingame-Währung müssen Jedi echte Euro zücken; wer bislang Mitglied war, bekommt unter bestimmten Bedingungen ein Guthaben der virtuellen Münzen auf sein Konto überwiesen. Außerdem hat EA angekündigt, dass SWTOR ab August 2012 im Handel rund 15 statt 50 Euro inklusive einem Freimonat kosten wird.
Gleichzeitig hat EA seine Geschäftszahlen für die Monate Mai bis Juni 2012 bekanntgeben. Finanzchef Ken Barker sprach von einem "soliden" Quartal. Immerhin ist Electronic Arts so überzeugt von seiner Zukunft, dass das Unternehmen eigene Aktien im Wert von bis zu 500 Millionen US-Dollar zurückkauft. Der Umsatz ist von 999 auf 955 Millionen US-Dollar gefallen, der Nettogewinn von 221 auf 201 Millionen US-Dollar. Highlights aus geschäftlicher Sicht waren unter anderem der Verkauf von über 1,3 Millionen Abos von Battlefield 3 Premium und der Erfolg von Sim City Social, das innerhalb kurzer Zeit über zehn Millionen MAUs (Monthly Active User) gefunden hat.
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