Electronic Arts: Community empört über freischaltbare Helden in Battlefront 2

Einen ungewollten Rekord hat Electronic Arts kurz vor der Veröffentlichung von Star Wars Battlefront 2 gebrochen: den des am meisten runtergevoteten Kommentars auf Reddit. Kritik rufen vor allem die Mikrotransaktionen in dem Actionspiel hervor.

Artikel veröffentlicht am ,
Luke Skywalker im Modus "Heroes & Villains" von Star Wars Battlefront 2
Luke Skywalker im Modus "Heroes & Villains" von Star Wars Battlefront 2 (Bild: Electronic Arts/Screenhot: Golem.de)

Kurz vor der Veröffentlichung von Star Wars Battlefront 2 schlägt das Community-Team von Electronic Arts mit einem Kommentar hohe Wellen auf Reddit. Innerhalb kürzester Zeit ist der Beitrag, in dem es um das Actionspiel Star Wars Battlefront 2 geht, rund 130.000-mal (Redaktionsschluss dieser News) als negativ markiert worden - das ist mehr als fünfmal so viel wie der bisherige Rekordhalter. Insbesondere in den USA stößt das Thema deshalb mittlerweile auch jenseits von Reddit auf größeres Interesse.

Der Beitrag hat eine Vorgeschichte: Ein Nutzer mit dem Pseudonym The Hotter Potatoe hatte auf Basis der vorab auf EA Access veröffentlichten Version von Battlefront 2 errechnet, dass er für das Freischalten von Heldenfiguren wie Darth Vader oder Luke Skywalker rund 40 Stunden an Spielzeit benötigt und dies sehr ausführlich mit Tabellen belegt. Dieser Beitrag wurde auf Reddit breit diskutiert.

Am 12. November 2017 hat sich dann auch Electronic Arts in einem Kommentar geäußert - eben mit dem Beitrag, der seitdem so heftig kritisiert wurde. Unter anderem hatte das EA-Community-Team geschrieben: "Unsere Absicht ist, den Spielern beim Freischalten von Helden das Gefühl von Stolz zu geben und dass sie spüren, etwas erreicht zu haben".

Das sorgt bei vielen Spielern für Empörung, weil es auch möglich ist, den gleichen Helden per Mikrotransaktion zu kaufen - wofür, so jedenfalls diverse Modellrechnungen auf Reddit, durchschnittlich rund 80 US-Dollar fällig sein sollen. Ob ein Spieler mit Darth Vader oder Luke Skywalker im Multiplayermodus auftritt, weil er lange und gut gekämpft hat oder weil er seine Kreditkarte gezückt hat, ist für andere nicht erkennbar.

Einige weitere Elemente des Kommentars machen die Sache nicht viel besser: So steht dort die Aussage, dass die Kosten für virtuelle Kaufgegenstände unter anderem in der offenen Beta ermittelt wurden - den Spielern wurde vorher aber nicht gesagt, dass ihre Teilnahme daran auch derlei Marketingkalkulationen dienen sollte.

Das Team von EA schreibt weiter, dass Informationen über die von den Spielern gesammelten Credits (hier ist die virtuelle Ingame-Währung gemeint) von den Entwicklern ausgewertet und entsprechend angepasst werden. Auch dieses Monitoring ändert natürlich nichts daran, dass viele Gegenstände gegen echtes Geld zu haben sind - und genau das stört die Community offensichtlich.

Battlefront 2 erscheint am 17. November 2017 für Windows-PC, Xbox One und Playstation 4. Mitglieder von EA Access und Origin Access können seit dem 9. November, Vorbesteller der Elite Trooper Deluxe Edition ab dem 14. November loslegen.

Nachtrag vom 14. November 2017, 10:35 Uhr

Das Entwicklerstudio Dice hat sich wegen der Mikrotransaktionen zu Wort gemeldet. Executive Producer John Wasilczyk schreibt auf der offiziellen Seite des Spiels, dass noch heute per Update die Menge der benötigten Ingame-Währung Credits für Helden wie Darth Vader und Luke Skywalker massiv gesenkt wird, so dass sie auch ohne Einsatz von echtem Geld wesentlich schneller von Spielern freigeschaltet werden können. Er und sein Team wollen sich am 15. November 2017 außerdem auf Reddit einem AMA (Ask Me Anything) mit der Community stellen.

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matok 14. Nov 2017

Eben, anstatt zu jammern, sollten sie lieber handeln. Jammerei ändert nichts, Taten...

matok 14. Nov 2017

Man sollte mal das Gesamtbild sehen. Microtransaktionen sind genauso Teil der...

dabbes 14. Nov 2017

Das ist ja totaler Schrott, das wäre schon kein Spiel für micht.

Dwalinn 14. Nov 2017

Der ganze Bereich verschiebt sich halt, große Firmen wollen Geld machen und das geht mit...



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