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Electronic Arts: Böser Dungeon Keeper für unterwegs

Der Klassiker Dungeon Keeper ist jetzt in einer neuen Version für iOS und Android erhältlich. Die Umsetzung ist schick in Szene gesetzt – aber Onlinezwang und Ingame-Käufe verärgern Kunden.
/ Peter Steinlechner
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Dungeon Keeper (Bild: Golem.de)
Dungeon Keeper Bild: Golem.de

Das 1997 veröffentlichte Dungeon Keeper(öffnet im neuen Fenster) gehört zu den besseren Werken von Peter Molyneux, jetzt veröffentlicht Electronic Arts eine neue Version für mobile Endgeräte unter iOS und Android. Die grundsätzliche Aufgabe: unterirdische Höhensysteme mit Grab- und Folterkammern bauen und sie dann gegen Angreifer verteidigen – oder selbst einen feindlichen Dungeon mit Trollen und Skelettkriegern stürmen.

Dungeon Keeper (Mobilegame von EA) – Trailer
Dungeon Keeper (Mobilegame von EA) – Trailer (00:22)

Das von dem EA-Studio Mythic entwickelte Programm macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck: Es ist schick in Szene gesetzt, spielt sich sehr flott und unkompliziert. Ein paar Vereinfachungen wirken sinnvoll. Anders als im Original werden Räume beispielsweise einfach am Stück im Erdreich angelegt, statt die Größe individuell anzupassen. Nett: die fies-zynischen Sprüche des Reapers, also des gehörnten Teufels, der gleichzeitig eine Art Maskottchen von Dungeon Keeper ist.

Trotz seiner Stärken bekommt das kostenlos verfügbare Programm auffallend viele Negativbewertungen. Die Kunden stört, dass zum Spielen zwingend eine Onlineverbindung nötig ist. Selbst wer Dungeon Keeper schon gestartet hat, dann aber das Netz verliert, bekommt nach wenigen Sekunden nur noch eine Fehlermeldung angezeigt.

Ebenfalls für wenig Begeisterung sorgt die Tatsache, dass schon nach relativ kurzer Spielzeit fast kein Weg mehr an teuren In-App-Echtgeldkäufen vorbeiführt, wenn man nicht stundenlang auf Rohstoffe warten möchte.

Dungeon Keeper ist als rund 90 MByte großer Download für iOS und Android erhältlich. Neben einer Kampagne gibt es einen Online-Player-vs.-Player-Multiplayermodus (PvP) sowie einen lokalen Player-vs.-Environment-Solomodus (PvE).


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