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Electron: Billigrakete für Kleinsatelliten

Das Raumfahrtunternehmen Rocket Lab hat eine kleine Trägerrakete für Satellitentransporte vorgestellt. Damit wollen die Neuseeländer künftig 100 kommerzielle Starts im Jahr durchführen.
/ Werner Pluta
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Trägerrakete Electron: Rakete in Leichtbauweise (Bild: Rocket Lab/Screenshot: Golem.de)
Trägerrakete Electron: Rakete in Leichtbauweise Bild: Rocket Lab/Screenshot: Golem.de

Electron heißt eine neue Trägerrakete, die das Raumfahrtunternehmen Rocket Lab(öffnet im neuen Fenster) vorgestellt hat. Mit dieser Rakete wollen die Neuseeländer günstige Satellitentransporte in großer Anzahl anbieten.

Trägerrakete Electron – Rocket Lab
Trägerrakete Electron – Rocket Lab (02:33)

Die dreistufige Electron ist 18 Meter hoch und hat einen Durchmesser von nur 1 Meter. Sie soll eine Nutzlast von 110 Kilogramm in eine niedrige Erdumlaufbahn (Low Earth Orbit, Leo) transportieren. Zum Vergleich: Die europäische Trägerrakete Ariane 5 ist 54 Meter hoch und hat einen Durchmesser von 5,4 Metern. Sie kann bis zu 20 Tonnen Nutzlast in einen Leo bringen.

Leichtbaurakete

Die Rakete selbst sowie der Tank bestehen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff. Wegen dieser Leichtbauweise wiegt die Rakete auch nur rund 10 Tonnen – und kommt deshalb mit wenig Treibstoff aus: Um einen Satelliten mit dieser Rakete in den Orbit zu schießen, werde weniger Treibstoff benötigt als für einen Flug von Los Angeles nach San Francisco, erklärt Rocket Lab(öffnet im neuen Fenster) .

Deshalb wird ein Flug einer Electron auch günstig: Rocket Lab will einen Satellitentransport für knapp 5 Millionen US-Dollar anbieten. Derzeit koste ein Satellitenstart mindestens das Zehnfache. Das Unternehmen will künftig jede Woche zwei Raketen in die Umlaufbahn schießen. Dadurch werde sich die Wartezeit, die aktuell ein Jahr oder länger sein kann, auf wenige Wochen verkürzen.

Einfacher und günstiger Zugang zur Raumfahrt

Die Vision sei, Unternehmen einen einfachen und günstigen Zugang zur Raumfahrt zu bieten – so wie Ford seinerzeit mit dem Model T den Weg für das Auto für jedermann eingeführt habe, sagt Peter Beck(öffnet im neuen Fenster) , Gründer und Chef des Raumfahrtunternehmens. "Diese Technik wird den Weltraum für den Geschäftsbetrieb öffnen."

Der Erstflug einer Electron ist für 2015 geplant. Im gleichen Jahr soll das kommerzielle Programm starten – Rocket Lab hat nach eigenen Angaben bereits 30 Aufträge für Satellitentransporte. Das Unternehmen wurde 2007 gegründet und hat seither rund 80 Raketen gestartet. Die größte erreichte Höhe war bisher 100 Kilometer.


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