Electrolysis: Multi-Prozess-Firefox standardmäßig in Nightly-Builds

Offenbar halten die Mozilla-Hacker die Multi-Prozess-Architektur Electrolysis (E10s) für stabil genug, um sie standardmäßig in den Nightly-Builds(öffnet im neuen Fenster) zu aktivieren und sie damit für eine größere Testbasis bereitzustellen. Bisher mussten Interessierte per Opt-In die notwendige Einstellung aktivieren.
Die Technik(öffnet im neuen Fenster) weist Ähnlichkeiten zum Vorgehen von Chrome auf. Damit wird unter anderem verfolgt, eine stabilere Oberfläche und besseres Sandboxing umzusetzen. Erreicht wird dies zunächst, indem der eigentliche Webinhalt in einen eigenen Prozess ausgelagert wird, der unabhängig vom Rest des Firefox ausgeführt wird.
Derzeit nutzen verschiedene Webseiten standardmäßig noch den gleichen Webprozess, so dass der Absturz eines Tabs zum Absturz sämtlicher anderen führt. Einen Prozess pro Tab zu verwenden, wie dies in Chrome geschieht, sei aber in Planung. Die alte Prozessarchitektur lässt sich von Testern aber auch weiterhin nutzen, indem E10s komplett abgeschaltet oder ein neues Fenster ohne E10s über das UI gestartet wird.
Zeitplan bleibt ungewiss
Mitte Juli dieses Jahres schätzte die mit der Implementierung betraute Arbeitsgruppe, dass die neue Technik mit Firefox 36 im Februar 2015 veröffentlicht werden könnte. Theoretisch ist dieser Zeitplan noch einzuhalten, da sich die aktuellen Nightly-Builds im Release-Zyklus dieser Version befinden. Praktisch hieße das jedoch, dass die Technik stets pünktlich in die jeweils stabileren Zweige wie die Developer Edition oder Beta aufgenommen werden müssten.
Doch im Sommer hoffte das Team noch, die standardmäßige Aktivierung im September ausliefern zu können. Da dies nun zwei Monate später geschieht und die Anzahl der noch zu behebenden Fehler(öffnet im neuen Fenster) für die unterschiedlichen Meilensteine noch vergleichsweise hoch ist, könnte sich die stabile Veröffentlichung von E10s aber auch verzögern.



