• IT-Karriere:
  • Services:

Electrolysis: Multi-Prozess-Firefox soll so viel wie möglich isolieren

Mozilla will künftig jedem Tab und jedem Addon im Firefox-Browser einen eigenen Prozess samt Sandbox zuweisen können. Inkompatible Addons werden dann nicht mehr unterstützt.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Firefox-Browser wird die Prozesstabelle künftig mehrfach belegen.
Der Firefox-Browser wird die Prozesstabelle künftig mehrfach belegen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Mit der Veröffentlichung von Firefox 48 hat der Hersteller Mozilla damit begonnen, die Multi-Prozess-Architektur des Browsers, Electrolysis (E10s), an einige wenige Nutzer der stabilen Version zu verteilen. Dazu benötigte das Team etwa fünf Jahre nach der ersten Ankündigung von E10s. Doch schon im kommenden Jahr könnte das Konzept so umgesetzt sein, wie sich das Mozilla ursprünglich gedacht hat.

Zuerst vollständige Trennung von UI und Web-Content

Stellenmarkt
  1. COPA-DATA GmbH, Ottobrunn, Köln, Ludwigshafen
  2. Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST, Dortmund

Das geht zumindest aus dem Plan hervor, den Firefox-Produktchef Asa Dotzler gemeinsam mit dem Entwickler Brad Lassey im Blog von Mozilla veröffentlicht hat. Demnach soll E10s in den kommenden Wochen an alle Nutzer verteilt werden, deren Profil die derzeitigen Anforderungen dafür erfüllt. Das sind vor allem jene, die keine Erweiterungen nutzen. Laut dem Blogeintrag betreffe das immerhin die Hälfte aller Anwender.

  • Der aktuelle Status von E10s: UI und Webinhalt ist getrennt. (Bild: Mozilla - CC BY SA 3.0)
  • Künftig soll jeder Webinhalt einen eigenen Prozess bekommen. (Bild: Mozilla - CC BY SA 3.0)
  • Zuletzt sollen auch die Addons eigene Prozesse erhalten. (Bild: Mozilla - CC BY SA 3.0)
Der aktuelle Status von E10s: UI und Webinhalt ist getrennt. (Bild: Mozilla - CC BY SA 3.0)

Mit der kommenden Version 49 soll E10s auch für Nutzer mit einigen bestimmten Erweiterungen ausgeliefert werden. Für den darauffolgenden Firefox 50 werde E10s dann für Nutzer mit Erweiterungen aktiviert, die mit der Webextensions-API erstellt worden sind oder sich selbst als kompatibel zu E10s bezeichnen. Letztlich soll E10s von allen Firefox-Nutzern einer aktuellen Version eingesetzt werden, so dass Addons ohne E10s-Unterstützung nicht mehr funktionieren werden.

  • Der aktuelle Status von E10s: UI und Webinhalt ist getrennt. (Bild: Mozilla - CC BY SA 3.0)
  • Künftig soll jeder Webinhalt einen eigenen Prozess bekommen. (Bild: Mozilla - CC BY SA 3.0)
  • Zuletzt sollen auch die Addons eigene Prozesse erhalten. (Bild: Mozilla - CC BY SA 3.0)
Künftig soll jeder Webinhalt einen eigenen Prozess bekommen. (Bild: Mozilla - CC BY SA 3.0)

Die letzte Phase soll schließlich mit Firefox 51 beginnen, dessen Veröffentlichung für Ende Januar 2017 vorgesehen ist. Dann werde E10s auch für Nutzer von Touchscreens, Hilfsfunktionen zur Barrierefreiheit sowie Sprachen mit Rechst-nach-links-Schriften verteilt. Damit werde die Oberfläche des Browsers vollständig von der Darstellung der Inhalte getrennt. Die konkrete Umsetzung hänge aber von den Ergebnissen der Betatests ab. Die Verteilungsphase könnte sich damit also noch verzögern.

Je ein Prozess samt Sandbox pro Inhalt

Der nächste große Schritt von E10s werde dann die Aufspaltung der Darstellung der Webinhalte in einzelne Prozesse. Das Laden von Webseiten kann sich so nicht mehr gegenseitig blockieren. Bereitstehen soll dies in der ersten Hälfte des kommenden Jahres 2017. Im Zuge dieser Arbeiten will das Team außerdem eine Sandbox für diese Prozesse erstellen, die Zugriffe auf den Browser selbst sowie auf das Betriebssystem reguliert.

  • Der aktuelle Status von E10s: UI und Webinhalt ist getrennt. (Bild: Mozilla - CC BY SA 3.0)
  • Künftig soll jeder Webinhalt einen eigenen Prozess bekommen. (Bild: Mozilla - CC BY SA 3.0)
  • Zuletzt sollen auch die Addons eigene Prozesse erhalten. (Bild: Mozilla - CC BY SA 3.0)
Zuletzt sollen auch die Addons eigene Prozesse erhalten. (Bild: Mozilla - CC BY SA 3.0)

Zuletzt sollen die Erweiterungen in eigene Prozesse mit einer Sandbox ausgelagert werden. Dies könne die Leistung und Sicherheit des Browsers verbessern. Die Arbeiten an dieser Funktion seien aber noch in einem sehr frühen Stadium, heißt es. Wann Letzteres bereitstehen könnte, ist damit zumindest derzeit noch nicht ersichtlich. Damit hätte Mozilla es dann aber geschafft, die vor fünf Jahren selbstgestellten Ziele doch noch umzusetzen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 499,99€ (Vorbestellungen in Märkten weiterhin möglich)
  2. 499,99€ (Vorbestellungen in Märkten weiterhin möglich)
  3. (u. a. Microsoft Surface Book 2 Convertible mit 13,5 Zoll Display i5-8350U 256GB SSD für 1.258...
  4. 99,99€ (Vergleichspreis 198€)

Steffo 04. Aug 2016

Kannte ich nicht, danke! :-)

isaraystanz 04. Aug 2016

Am besten löst es im Moment der Vivaldi Browser vom ehemaligen Opera CEO. Vivaldi...

pigzagzonie 04. Aug 2016

wie mich. 500 Prozesse mehr unter Windows sind nicht wirklich gut.

logged_in 04. Aug 2016

Es ging um eine spezielle Kombination aus ASIO4ALL mit einer Terratec-Karte. Im Kontext...

logged_in 04. Aug 2016

Ich muss jetzt schon die ESR-Version von Firefox nutzen, damit all die (wunderbaren...


Folgen Sie uns
       


iPad 8 und iPad OS 14 im Test: Kritzeln auf dem iPad
iPad 8 und iPad OS 14 im Test
Kritzeln auf dem iPad

Das neue iPad 8 ist ein eher unauffälliger Refresh seines Vorgängers, bleibt aber eines der lohnenswertesten Tablets. Mit iPad OS 14 bekommt zudem der Apple Pencil spannende neue Funktionen.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. iPad-Betriebssystem iPadOS 14 macht Platz am Rand
  2. Zehntes Jubiläum Auch Microsoft hat das erste iPad überrascht

Facebook, Twitter und Youtube: Propaganda, Hetze und Manipulation
Facebook, Twitter und Youtube
Propaganda, Hetze und Manipulation

Immer stärker wird im US-Wahlkampf mit Falschnachrichten, Social Bots und politischen Influencern auf Facebook, Twitter oder Youtube um Wähler gebuhlt.
Eine Analyse von Sabrina Keßler

  1. Rechtsextremismus Wie QAnon zum größten Verschwörungsmythos wurde

Geforce RTX 3090 im Test: Titan-Power mit Geforce-Anstrich
Geforce RTX 3090 im Test
Titan-Power mit Geforce-Anstrich

Doppelt so teuer und doch günstiger: Wir haben die Geforce RTX 3090 mit 24 GByte Speicher in 8K-Spielen und Profi-Apps vermessen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Geforce RTX 3090/3080 Anti-Absturz-Treiber senkt Spannungs/Takt-Kurve
  2. Nvidia Ampere Roadmap zeigt Geforce RTX 3080 mit 20 GByte
  3. Nvidia zur Geforce RTX 3080 "Unser bester und frustrierendster Launch"

    •  /