Electro Fluidic Technology: Schnelles E-Paper-Display für Video-Anwendungen

E-Paper ist nicht nur für seine stromsparenden Eigenschaften bekannt, sondern auch für eine Langsamkeit, die mitunter an Fallblattanzeiger erinnert. Forscher der South China Normal University arbeiten an einer schnellen Alternative - samt Farbe.

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Beispielfarben des E-Paper-Displays auf EFD-Basis
Beispielfarben des E-Paper-Displays auf EFD-Basis (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Forschungsergebnisse bei der laufenden Entwicklung einer neuen E-Paper-Display-Technik haben auf der Messe Displayweek in San Francisco Forscher der South China Normal University vorgestellt. Die EFD genannte Technik soll bald einsatzfähig sein und nicht nur eine sehr schnelle Anzeige ermöglichen, sondern gleichzeitig auch Farbe sowie einen flexiblen Einsatz.

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Diese Electro Fluid Displays bieten mehr Daten viele andere E-Paper-Display-Techniken. Die reflexiven Eigenschaften sollen bei 60 Prozent liegen, was auf dem Niveau der Techniken EPD und MEMS ist. Derzeit lässt sich das System mit 15 bis 20 Volt antreiben, zwecks besserer Kompatibilität soll der Wert aber noch gesenkt werden. Mit einer hohen Kompatibilität zur LCD-Fertigung von bis zu 80 Prozent sollen sich zudem die Investitionstechniken in Grenzen halten.

Möglich wird das Ganze durch den Einsatz einer Flüssigkeit, die mit einem Feld entweder aus dem Blickfeld oder in das Blickfeld bewegt wird. Die Flüssigkeit lässt sich zudem sehr schnell aus dem Weg räumen: Bisher sind 7,5 Millisekunden möglich, am Ende sollen es 5 Millisekunden werden. Die Farbigkeit lässt sich durch den Einsatz vieler kleiner einfarbiger Zellen ermöglichen. Der Kontrast soll dabei etwa dem bei MEMS-Displays entsprechen.

In Testläufen haben die Wissenschaftler der South China Normal University bisher 5 Millionen Schaltvorgänge durchgeführt. Insgesamt eigne sich das Display damit auch für die Darstellung von Videos, so die Forscher. Gezeigt wurden Videos aus dem Testlabor, die allerdings noch einfarbig waren. EF-Displays sehen zumindest vielversprechend aus.

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Angedacht ist die Technik sowohl für kleine Displays wie etwa Smartphone-Displays als auch für sehr große Digital-Signage-Systeme, die von der hohen Reflexionsfähigkeit profitieren und ein farbiges Videobild ohne großen Energieaufwand selbst bei starkem Sonneneinfall bieten sollen. So weit ist es zwar noch nicht, doch auch an der Möglichkeit der Verwendung starker Hintergrundbeleuchtungen wird gearbeitet.

Die Technik soll bald reif für die ersten Testläufe für eine Massenproduktion sein - vielleicht schon gegen Ende des Jahres 2017. Das läuft zunächst mit konventionellen Produktionsverfahren. Ob die Technik auch gedruckt werden kann, muss erst noch erforscht werden.

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