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Electric Flight Demonstrator: DLR stellt Konzept für Elektroflugzeug vor

Das DLR hat zusammen mit Siemens und weiteren Unternehmen eine Machbarkeitsstudie für ein Flugzeug mit Elektroantrieb erstellt. Es soll das erste größere Flugzeug sein, das mit einem solchen Antrieb ausgestattet wird.
/ Werner Pluta
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Die DO-228 des DLR soll zwei Hauptaufgaben der Luftfahrt meistern. (Bild: DLR/Hendrik Weber, wda.de)
Die DO-228 des DLR soll zwei Hauptaufgaben der Luftfahrt meistern. Bild: DLR/Hendrik Weber, wda.de

Fliegen soll sauberer und leiser werden: Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) will ein Flugzeug vom Typ Dornier Do-228 zu einem Electric Flight Demonstrator umbauen. Eine Machbarkeitsstudie dazu stellt das DLR auf der 1. Nationalen Luftfahrtkonferenz vor(öffnet im neuen Fenster) .

Die Studie hat das DLR zusammen mit den Industriepartnern Siemens, MTU Aero Engines und Ruag Aviation erstellt. Ziel der Studie war, ein Konzept für ein ein 19-sitziges Testflugzeug auf Basis der Dornier Do-228 zu erstellen.

Demnach soll die Do-228 zunächst einen reinen Elektroantrieb mit einer Leistung von etwa 500 Kilowatt bekommen. In der nächsten Ausbaustufe wird das Flugzeug einen hybridelektrischen Antrieb mit einem Gasturbinengenerator erhalten. Zudem will das DLR mit dem Flugzeug den Einsatz von Wasserstoff als Energieträger in der Luftfahrt testen.

Bislang sind nur elektrische Kleinflugzeuge in Betrieb und hybridelektrische Kleinflugzeuge in der Erprobung. Mit der Do-228 soll erstmals eine größere Maschine zu einem Elektroflugzeug umgebaut werden. Die vom deutschen Flugzeughersteller Dornier entwickelte und in den frühen 1980er Jahren in Dienst gestellte Do-228 bietet Platz für 19 Insassen. Das DLR hat zwei Flugzeuge dieses Typs als Forschungsflugzeuge im Einsatz. Für die Luftfahrtkonferenz wurde eines davon(öffnet im neuen Fenster) mit einer Sonderbeklebung versehen.

In ihren Programm Flightpath 2050 (öffnet im neuen Fenster) fordert die Europäische Union, in den kommenden Jahrzehnten die Kohlendioxidemissionen in der Luftfahrt um 60 Prozent, die Stickoxidbelastung um 90 Prozent sowie den Lärm um 75 Prozent zu reduzieren. Dieses Ziel soll mit elektrischen und hybridelektrischen Antrieben erreicht werden.

DLR-Vorstand über die Zukunft der Luftfahrt
DLR-Vorstand über die Zukunft der Luftfahrt (03:39)

"Grundsätzlich sehen wir zwei Hauptaufgaben in der Luftfahrt: Zum einen müssen wir die heutigen Flugzeuge weiter verbessern, weil diese noch eine ganze Weile fliegen werden, und darüber hinaus müssen wir den Weg für neue Fluggeräte bereiten" , sagte Rolf Henke, DLR-Vorstand Luftfahrtforschung. "Bei den heutigen Flugzeugen können wir noch eine Menge tun in der Aerodynamik, beim Gewicht, bei den Antrieben und mit synthetischen Kraftstoffen. Für die Fluggeräte von morgen wiederum ist noch viel Forschungsarbeit zu leisten: Elektrisches Fliegen verspricht bezüglich Lärm- und Schadstoffreduzierung große Potenziale und kann auf Kurz- und Mittelstrecken einen umweltverträglichen Luftverkehr ermöglichen. Unsere Vision ist das 'Zero Emission Aircraft'."


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