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ElectionGuard SDK: Microsofts Open-Source-Wahlsystem zählt digitale Stimmen ab

Electionguard SDK ist ein Open-Source-System, das bei Onlinewahlen zum Einsatz kommen soll. Einzelne Stimmen werden verschlüsselt und können per Homomorphic Encryption miteinander addiert werden. Microsoft will das System kostenlos zur Verfügung stellen.

Artikel veröffentlicht am ,
Electionguard SDK soll eine sichere digitale Wahlurne ermöglichen.
Electionguard SDK soll eine sichere digitale Wahlurne ermöglichen. (Bild: Pixabay.com/CC0 1.0)

Microsoft hat auf seiner Entwicklerkonferenz Build 2019 sein Electionguard SDK als Open-Source-Projekt vorgestellt. Damit soll das Sammeln digitaler Stimmen für kommende Wahlen realisierbar sein. Der Fokus liegt dabei auf einer möglichst abgesicherten Datenverarbeitung. Auch Anonymisierung ist bei demokratischen Wahlen ein wichtiger Faktor. Microsoft kooperiert mit diversen Wahltechnikherstellern in den USA, um sein Vorhaben zunächst dort umzusetzen. Electionguard wird von Microsoft in Partnerschaft mit dem Softwareunterehmen Galois entwickelt.

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"Wir glauben, dass Technikunternehmen eine Verantwortung haben, um unsere demokratischen Prozesse und Institutionen zu schützen", schreibt Microsoft in der Ankündigung. Deshalb solle Electionguard nachvollziehbar, sicher und trotzdem sinnvoll auszählbar und auswertbar sein sein. Wähler erhalten einen Tracker mit eindeutiger ID. Dieser kann den Weg der eigenen verschlüsselten Wahlstimme durch den Wahlprozess auf einem Webportal nachverfolgen. Sobald eine Stimme aber final abgegeben wurde, sollen weder ein Tracker noch andere Daten dessen Inhalt verraten können.

Verschlüsselte Inhalte auswerten

Der Algorithmus nutzt die von Microsoft Research eingeführte Verschlüsselungsmethode Homomorphic Encryption. Diese kann verschlüsselte Daten in mathematischen Operationen - Addition, Subtraktion und anderen - verwenden. Das ist für das Zählen von Wählerstimmen wichtig. Verschiedene einzelne verschlüsselte Stimmzettel werden dabei zu einer verschlüsselten Sammlung zusammengefasst, die ihrerseits entschlüsselt werden kann. Offene Wahlprüfsysteme können von Drittherstellern eingesetzt werden, um die korrekte Entschlüsselung gegenzuprüfen. Das soll eventuelle Wahlmanipulation verhindern.

Die Electionguard SDK steht unter einer MIT-Open-Source-Lizenz und soll ab Juni 2019 auf dem Entwicklerportal Github veröffentlicht werden. Microsoft möchte das System kostenlos zur Verfügung stellen.

Offenlegung: Golem.de hat auf Einladung von Microsoft an der Entwicklerkonferenz Build 2019 teilgenommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.

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Jonny Dee 08. Mai 2019

Danke, das klingt schon mal gut.

1e3ste4 08. Mai 2019

Statistik hin oder her, in autokratisch geführten Ländern interessiert sowas nicht.

twothe 08. Mai 2019

Kryptographie ist gleichzeitig auch immer ein digitaler Vertrauensbeweis: kann ich mit...


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