Abo
  • Services:

Elastisch: Akku aus Silikon lässt sich biegen, falten und dehnen

Forscher in den USA haben einen Lithium-Ionen-Akku in ein elastisches Trägermaterial integriert. Dadurch wird der Stromspeicher selbst flexibel. Gedacht ist er unter anderem dazu, künftig Implantate im Körper mit Strom zu versorgen.

Artikel veröffentlicht am ,
Dehnbarer Akku: Feder in der Feder
Dehnbarer Akku: Feder in der Feder (Bild: Northwestern University/Screenshot: Golem.de)

Biegsame Sensoren und Displays gibt es schon, jetzt haben US-Forscher dazu den passenden Akku entwickelt: Er ist elastisch und kann gefaltet oder um das Mehrfache seiner Größe gedehnt werden.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Hildesheim
  2. Robert Bosch GmbH, Eisenach

Bei dem Akku handelt es sich um einen Lithium-Ionen-Akku, der in ein durchsichtiges Silikon eingebettet ist. Das elastische Substrat macht auch den Akku biegsam. Er soll künftig flexible Schaltkreise mit Energie versorgen, etwa Implantate, die Funktionen im Körper überwachen.

Sie hätten die Akkuzellen nebeneinander auf engem Raum angeordnet, erklärt Yonggang Huang von der Northwestern-Universität in Evanston im US-Bundesstaat Illinois. Diese hätten sie mit gewendelten Metalldrähten verbunden. "Die Drähte liefern die Elastizität. Wenn wir den Akku dehnen, entfalten sich die welligen Verbindungen, ähnlich wie Garn abgespult wird. So können wir den Akku erheblich dehnen, und er funktioniert immer noch."

S-förmige Schleifen

Die Verbindungen bestehen aus langen Drähten, die in den Zwischenräumen zwischen den Zellen verstaut werden. Sie sind auf eine besondere Weise gewendelt, die die Forscher als Feder in einer Feder bezeichnen: Eine Verbindung zwischen zwei Komponenten ist S-förmig, und in jedem S sind kleinere S-förmige Schleifen. Wird der Akku gedehnt oder gebogen, werden erst die großen und danach die kleinen Schleifen gestreckt.

Der Akku lasse sich um bis zu 300 Prozent dehnen, schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift Nature. Der Prozess sei zudem umkehrbar: Werde der Akku nicht mehr gedehnt oder geknickt, kehrten die Drähte wieder in ihre Ausgangsposition zurück.

Akku am Ellenbogen

Für einen Test schlossen die Forscher an den Akku eine Leuchtdiode (LED) an. Dann falteten, dehnten und verdrehten sie ihn und brachten ihn an einem Ellenbogen an. Der Akku ließ sich von all dem nicht beeindrucken und versorgte die LED weiterhin mit Strom. Acht bis neun Stunden habe er dabei durchgehalten. Geladen wird der Akku drahtlos per Induktion. Der Prototyp überstand 20 Ladezyklen mit nur wenig Kapazitätsverlust.

Hinter dem Projekt stehen zwei Experten für elastische Elektronik: Huang und sein Kollege John Rogers von der Universität von Illinois in Urbana-Champaign arbeiten schon seit rund sechs Jahren zusammen an elastischen Schaltkreisen. 2011 stellten sie einen flexiblen Sensor vor, der auf die Haut aufgeklebt wird.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. für 147,99€ statt 259,94€
  3. 120,84€ + Versand
  4. (Neuware für kurze Zeit zum Sonderpreis bei Mindfactory)

kitingChris 01. Mär 2013

Da sind Akkus eingearbeitet.... und nicht die Jacke besteht aus Akkus :D

Eheran 28. Feb 2013

Ich bezweifle nichts desto trotz die 100mAh (nicht mA/h). Die Spannung wird auch eher im...


Folgen Sie uns
       


Fahrt mit Alstoms Brennstoffzellenzug - Bericht

Wasserstoff statt Diesel: Der Nahverkehrszug der Zukunft soll sauber fahren. Der französische Konzern Alstom hat einen Zug mit einem Brennstoffzellenantrieb entwickelt, der ohne Oberleitung elektrisch fährt. Wir sind eingestiegen.

Fahrt mit Alstoms Brennstoffzellenzug - Bericht Video aufrufen
NUC8i7HVK (Hades Canyon) im Test: Intels Monster-Mini mit Radeon-Grafikeinheit
NUC8i7HVK (Hades Canyon) im Test
Intels Monster-Mini mit Radeon-Grafikeinheit

Unter dem leuchtenden Schädel steckt der bisher schnellste NUC: Der buchgroße Hades Canyon kombiniert einen Intel-Quadcore mit AMDs Vega-GPU und strotzt förmlich vor Anschlüssen. Obendrein ist er recht leise und eignet sich für VR - selten hat uns ein System so gut gefallen.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Crimson Canyon Intel plant weiteren Mini-PC mit Radeon-Grafik
  2. NUC7CJYS und NUC7PJYH Intel bringt Atom-betriebene Mini-PCs
  3. NUC8 Intels Mini-PC hat mächtig viel Leistung

Thermalright ARO-M14 ausprobiert: Der den Ryzen kühlt
Thermalright ARO-M14 ausprobiert
Der den Ryzen kühlt

Mit dem ARO-M14 bringt Thermalright eine Ryzen-Version des populären HR-02 Macho Rev B. Der in zwei Farben erhältliche CPU-Kühler leistet viel und ist leise, zudem hat Thermalright die Montage etwas verbessert.
Ein Hands on von Marc Sauter


    Ancestors Legacy angespielt: Mittelalter für Echtzeit-Strategen
    Ancestors Legacy angespielt
    Mittelalter für Echtzeit-Strategen

    Historisch mehr oder weniger akkurate Spiele sind angesagt, nach Assassin's Creed Origins und Kingdom Come Deliverance will nun auch Ancestors Legacy mit Geschichte punkten. Golem.de hat eine Beta des im Mittelalter angesiedelten Strategiespiels ausprobiert.

    1. Into the Breach im Test Strategiespaß im Quadrat

      •  /