El-Ali-Meteorit: Forscher entdecken zwei neue Minerale in einem Meteoriten

Außerirdische in Somalia: Kanadische Forscher haben in einem Meteoriten zwei Minerale gefunden, die nicht von dieser Welt sind - und es gibt einen Hinweis auf ein weiteres Mineral.
Die beiden außerirdischen Minerale sind Verbindungen aus Eisen, Phosphor und Sauerstoff. Sie stammen aus dem El-Ali-Meteoriten(öffnet im neuen Fenster) , der in Somalia gefunden wurde. Das Team um Chris Herd von der University of Alberta hat eine etwa 70 Gramm schwere Scheibe des Himmelskörpers untersucht.
Darin fanden die Forscher die beiden bisher unbekannten Mineralien sowie den Hinweis auf ein drittes. Das erste Mineral hat die Summenformel Fe9PO12 und wurde nach dem Meteoritenfundort Elaliit benannt. Das zweite heißt Elkinstantonit, nach der Planetenforscherin Lindy Elkins-Tanton benannt und hat die Formel Fe4(PO4)2O.
Die Chemie des Gesteins ist anders
"Jedes Mal, wenn man ein neues Mineral findet, bedeutet das, dass die tatsächlichen geologischen Bedingungen, die Chemie des Gesteins, anders waren als das, was bisher gefunden wurde" , sagte Herd(öffnet im neuen Fenster) . "Das macht die Sache so spannend: In diesem speziellen Meteoriten gibt es zwei offiziell beschriebene Mineralien, die für die Wissenschaft neu sind."
Elaliit und Elkinstantonit ähneln von der Struktur her zwei synthetisch im Labor erzeugten Verbindungen, was die Identifikation der neuen Mineralien erleichterte. "Meist erfordert es sehr viel mehr Analysen und Arbeit, bis man sicher sein kann, ein neues Mineral entdeckt zu haben" , sagte Herd.
El Ali ist nach der Stadt El Ali in der Region Hiiraan in Somalia, nahe der Grenzen zu Äthiopien, benannt. Er ist etwa zwei mal einen Meter groß und wiegt über 15 Tonnen. Damit ist er einer der schwersten bisher gefundenen Meteoriten. Er gehört zu den IAB-Meteoriten(öffnet im neuen Fenster) , die zur Gruppe I der Eisenmeteorite zählen.
Inzwischen soll der Meteorit nicht mehr am Fundort sein, sagte Herd. Ihnen sei gesagt worden, der er auf der Suche nach einem potenziellen Käufer nach China gebracht worden. Es sei damit unklar, ob weitere Proben für wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung stehen werden.



