Flexibles Abschalten senkt Bedarf für Stromspeicher

Denn Sonne und Wind liefern Strom bekanntlich abhängig vom Wetter. Insbesondere eine Dunkelflaute, in der über längere Zeiträume wenig Sonne scheint und wenig Wind weht, gilt als Herausforderung. Um solche Lastspitzen abzudecken, können Gaskraftwerke genutzt werden. In einem zukünftigen klimaneutralen Energiesystem können diese dann mit Wasserstoff betrieben werden.

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Der französische Energiekonzern EDF, der am Siderwin-Projekt beteiligt ist, hat hierzu mehrere Simulationen eines künftigen EU-Energiesystems erstellt, in denen eine komplette Umstellung der Stahlindustrie auf die Siderwin-Technologie angenommen wird. EDF hat dabei mehrere Optionen durchgerechnet, bei denen der zusätzliche Strombedarf wahlweise über Atomkraft, über Offshore-Windenergie oder über eine Kombination aus beidem erreicht wird.

Das Resultat ist allerdings weitgehend unabhängig von der gewählten Energieform. Die Flexibilisierung der Stahlproduktion würde dazu führen, dass man auf etwa 80 Prozent der Spitzenlastkraftwerke verzichten könnte.

Das wäre natürlich attraktiv, allerdings dürfte die darin enthaltene Erkenntnis völlig unabhängig von der Siderwin-Technologie gelten. Auch eine wasserstoffbetriebene Stahlindustrie könnte ihren Strombedarf flexibel an die Erzeugung anpassen und damit den Bedarf an Speichertechnologien und Spitzenlastkraftwerken senken.

Erneuerbare Energien und Klimaschutz: Hintergründe - Techniken und Planung - Ökonomie und Ökologie - Energiewende (Deutsch)

US-Startup forscht an heißer Elektrolyse

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Neben Siderwin arbeitet auch ein Startup aus den Vereinigten Staaten an der Möglichkeit, Stahl direkt mittels Elektrizität und einer Eisenoxid-Elektrolyse herzustellen. Die Firma Boston Metal konnte zuletzt viele neue Investoren gewinnen und plant den Bau einer Pilotanlage, auch Bill Gates hat in die Firma investiert. Direkt vergleichbar sind Siderwin und die Technik von Boston Metal allerdings nicht. Siderwin arbeitet bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen von 110 Grad Celsius. Boston Metal hingegen verwendet eine Technologie, die bei 2.000 Grad Celsius arbeitet und die die Firma als Molten Oxide Electrolysis (übersetzt etwa: Elektrolyse von geschmolzenem Eisenoxid) bezeichnet.

Die Elektrolyse von Eisenoxid würde eine Möglichkeit bieten, die Stahlerzeugung direkt mit Hilfe von Strom ohne den Umweg über Wasserstoff nahezu klimaneutral zu betreiben. Auf die Frage, welche Vorteile Siderwin gegenüber der Nutzung von Wasserstoff bietet, antwortet der Siderwin-Projektchef Hervé Lavelaine: "Wir erwarten, dass Siderwin effizienter ist, denn es ist direkter. Man braucht keine zwei Anlagen und daher erwarten wir auch niedrigere Investitionskosten."

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 Eisenoxid-Elektrolyse: Stahlherstellung mit Strom statt KohleZu spät für erste Generation von klimafreundlichen Stahlwerken 
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schnedan 08. Dez 2021 / Themenstart

ist doch cool: Stahl ohne Hochofen!

Flexor 07. Dez 2021 / Themenstart

Nun, die neue darf ja noch über ein Jahrzehnt eingesetzt werden... daher, kommt die neue...

Flexor 07. Dez 2021 / Themenstart

Eigentlich etwas was ich hier immer eher von Deutschen höre.

Quantium40 07. Dez 2021 / Themenstart

Sauerstoff ist zwar unheimlich nützlich, aber selbst bei der Wasserstoffherstellung per...

Kein Kostverächter 07. Dez 2021 / Themenstart

Auch ein Hochofen trennt erstmal das Eisen aus dem Erz heraus. Danach kommt das Eisen aus...

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