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Eisenbahngewerkschaft: Bahn will bei DB Systel bis zu 4.000 Arbeitsplätze abbauen

Der IT-Dienstleister der Bahn , DB Systel, soll laut Eisenbahngewerkschaft EVG filetiert werden. In der kommenden Woche starten Proteste.
/ Achim Sawall
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Protestaktion der EVG in Frankfurt am Main (Bild: EVG)
Protestaktion der EVG in Frankfurt am Main Bild: EVG

Die Deutsche Bahn will ihren IT-Dienstleister DB Systel zerschlagen und allein in Erfurt bis zu 500 Arbeitsplätze abbauen oder verlagern. Das hat die Thüringer Allgemeine(öffnet im neuen Fenster) von der Bahngewerkschaft EVG erfahren. Dies würde den IT-Standort Erfurt schwächen, hat die EVG betont. Außerdem könnte durch die Aufspaltung die Stabilität und Sicherheit der IT-Infrastruktur der Bahn beeinträchtigt werden.

Die Bahn hatte erklärt, sie wolle sich in dem Bereich "schlanker und kundenorientierter Aufstellen" .

Laut eines Schreiben der EVG-Betriebsgruppen an die Politik(öffnet im neuen Fenster) sind an den drei Standorten der DB Systel in Berlin 1.600, in Erfurt 650 und in Frankfurt 4.400 IT-Experten beschäftigt. "Die DB Systral soll filetiert werden. Es gibt offizielle Planungen, mindestens 2.000 Arbeitsplätze komplett zu streichen, zu verkaufen oder zu verlagern. Nach unbestätigten Planungen sollen sogar über 4.000 Arbeitsplätze bei der DB Systel abgebaut werden."

Die Bahn habe diese Planungen der Politik bewusst bisher nicht mitgeteilt. Am Morgen des 25. Februar finden an allen drei Standorten Protestkundgebungen statt.

DB Systel betreibt die IT des Logistikkonzerns, wobei der Fokus auf Cloud-Betrieb liegt. Im Jahr 2016 fasste der DB-Vorstand den Beschluss, den Großteil der von DB Systel betriebenen IT-Anwendungen und Services in die US-Cloud zu verlagern.

Das Unternehmen setzte die vollständige Migration geschäftskritischer SAP-Systeme und Anwendungen auf Amazon Web Services (AWS) um und betreibt hochverfügbare ICT-Netze, einschließlich 100G DWDM-Netzwerken, und entwickelt eigene Software des Konzerns.


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