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IT-Arbeitsplätze: Widerstand gegen Stellenabbau bei Vodafone Deutschland

Vodafone Deutschland verlagert die Netzüberwachung nach Rumänien und IT-Aufgaben nach Indien. Die Gehälter sollen sinken, 500 bis 3.500 Stellen sollen wegfallen.
/ Achim Sawall
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Vodafone-Landeschef Jens Schulte-Bockum (Bild: Sean Gallup/Getty Images)
Vodafone-Landeschef Jens Schulte-Bockum Bild: Sean Gallup/Getty Images

Alle Betriebsräte bei Vodafone sollen sich bundesweit gegen die Stellenabbaupläne wehren(öffnet im neuen Fenster) , empfiehlt die Eisenbahn und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Vodafone Deutschland will 500 Arbeitsplätze in den Bereichen Technik Regionen, Netzüberwachung und IT Operations abbauen. Firmenchef Jens Schulte-Bockum hatte laut Informationen der EVG den Beschäftigten die Abbaupläne mitgeteilt.

"Jüngsten Meldungen zufolge sollen insgesamt rund 3.500 Stellen in ganz Deutschland abgebaut werden" , erklärte die EVG, die durch die Übernahmen von Arcor und dem Bahnfunk bei Vodafone vertreten ist. Durch die Milliardenübernahme von Mannesmann im Jahr 2000 ist auch die IG Metall bei Vodafone(öffnet im neuen Fenster) aktiv.

Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtet, plant der Telekommunikationskonzern die Verlagerung von Aufgaben nach Rumänien und Indien sowie eine deutliche Senkung der Einstiegsgehälter. "Ich bin mir darüber bewusst, dass wir mit diesem Gesamtpaket die Organisation vor weitere große Herausforderungen stellen" , schrieb Vodafone-Deutschland-Chef Jens Schulte-Bockum in einem Führungskräftebrief, der der FAZ vorliegt.

Die Netzüberwachung will Vodafone Deutschland demnächst von Rumänien aus steuern. Anschließend soll das Festnetzcenter zu der osteuropäischen Tochtergesellschaft ausgelagert werden. In der Informationstechnologie habe das Management Aufgaben identifiziert, die sich billiger in Indien erledigen lassen.

Schulte-Bockum schreibt in dem Führungskräfte-Brief: "Derzeit zahlen wir Einstiegsgehälter, die deutlich über dem Marktniveau liegen" . Gleichzeitig liege der Anteil der variablen Vergütung unter dem Marktdurchschnitt. "Diese enormen Differenzen können wir uns in einem zunehmend schwierigen Marktumfeld nicht mehr erlauben." Durch eigene Servicegesellschaften für die Kundenbetreuung sollen nun die Einstiegsgehälter bei Neueinstellungen gesenkt werden.


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