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Einstiegsklasse: VW will E-Kleinwagen um 20.000 Euro bauen

Volkswagen plant für 2027 den ID.1, ein Einstiegs-Elektroauto für etwa 20.000 Euro. Dabei soll auf europäische Zulieferer gesetzt werden.
/ Andreas Donath
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Volkswagen-Logo (Bild: Andreas Donath)
Volkswagen-Logo Bild: Andreas Donath

Volkswagen plant, ab 2027 ein kostengünstiges Elektrofahrzeug auf den Markt zu bringen. Das intern als ID.1 bezeichnete Modell soll in der Einstiegsklasse angesiedelt sein und zu einem Preis von etwa 20.000 Euro angeboten werden, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete(öffnet im neuen Fenster) .

Die Entwicklung eines preisgünstigen Elektrofahrzeugs speziell für den europäischen Markt sei die Antwort auf die wachsende Konkurrenz durch chinesische Autohersteller und deren Kostenvorteile.

Die Entscheidung folgt auf die gescheiterten Gespräche mit dem französischen Automobilhersteller Renault über eine Zusammenarbeit bei diesem Projekt Mitte des Monats.

Lokalisierung und Nachhaltigkeit

Durch die Beschaffung von Komponenten bei europäischen Zulieferern und die Fertigung der Fahrzeuge in der Nähe des Zielmarktes will Volkswagen dem Bericht zufolge die Transportwege und damit die Emissionen verringern.

Dieser Ansatz entspreche nicht nur den Nachhaltigkeitszielen des Unternehmens, sondern trage auch zur Stärkung der europäischen Automobilindustrie insgesamt und deren Wettbewerbsfähigkeit angesichts der chinesischen Konkurrenz bei.

Politische Unterstützung gefordert

Der Chef der Marke Volkswagen, Thomas Schäfer, sagte laut Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) , die steigenden Kosten für Energie, Rohstoffe und Arbeit stellten zwar eine Herausforderung dar. Dennoch werde das Einstiegsmodell in Sachen Technik, Design und Qualität " Maßstäbe " setzen.

Schäfer betonte aber auch: " Elektromobilität aus Europa für Europa kann nur mit politischer Unterstützung und wettbewerbsfähigen Rahmenbedingungen gelingen. "

Als Teil der Strategie zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit führt Volkswagen derzeit Kostensenkungsmaßnahmen durch, die sich bei seiner gleichnamigen Marke bis 2026 auf 10 Milliarden Euro belaufen. Ziel ist es, Abläufe zu straffen und die Effizienz zu verbessern, um in die Entwicklung neuer Elektrofahrzeuge wie den ID.1 investieren zu können.


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