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Einstieg: Tencent kauft 10 Prozent von Universal Music

In der Spielebranche ist Tencent bereits eine Größe, nun verstärkt der chinesische Technologiekonzern sein Engagement im Musikgeschäft mit einer Beteiligung an Universal Music. Dort stehen Künstler wie Rammstein, Diana Krall und Taylor Swift unter Vertrag.
/ Peter Steinlechner
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Logo von Tencent Music an der Wall Street (Bild: Spencer Platt/Getty Images)
Logo von Tencent Music an der Wall Street Bild: Spencer Platt/Getty Images

Der chinesische Technologiekonzern Tencent hält bereits Beteiligungen an Spielefirmen wie Epic Games und Riot Games, nun verstärkt das aus der chinesischen Millionenstadt Shenzhen stammende Unternehmen sein Engagement im Musikgeschäft und übernimmt von Vivendi rund 10 Prozent der Anteile an Universal Music. Der Kaufpreis liegt bei rund 3 Milliarden Euro, wie unter anderem das Handelsblatt meldet(öffnet im neuen Fenster) .

Tencent kauft die Anteile nicht allein, sondern über ein Konsortium. Wer noch beteiligt ist, ist nicht bekannt. Allerdings dürfte Tencent das mit Abstand größte Unternehmen in dem Verbund sein. Weitere 10 Prozent der Anteile an Universal Music können bis Mitte Januar 2021 zum derzeitigen Preis an Tencent gehen.

Die Unternehmen haben seit August 2019 über den Deal verhandelt. Er soll bis Ende des ersten Halbjahres 2020 abgeschlossen sein, falls die Kartellbehörden keinen Einspruch erheben. Bei Universal Music stehen unter anderem Rammstein, Taylor Swift, Diana Krall und Eminem unter Vertrag, auch den Soundtrack von Star Wars vermarktet das Unternehmen.

Mit dem Geschäft ergeben sich neue Querverbindungen innerhalb der Unterhaltungsbranche. So hält Tencent mit Universal Music nun Anteile an einem Unternehmen, dessen Rest zum französischen Medienkonzern Vivendi gehört. Gleichzeitig gehören Tencent auch Anteile am Spielehersteller Ubisoft in Höhe von mindestens 5 Prozent.

Fortnite Star Wars – Trailer (Gameplay)
Fortnite Star Wars – Trailer (Gameplay) (00:33)

Vivendi und Ubisoft wiederum dürften wenig miteinander anfangen wollen, seitdem Ubisoft im März 2018 nur mit viel Mühe eine unerwünschte Übernahme von Vivendi abwehren konnte.

Im Musikgeschäft ist Tencent schon etwas länger unter anderem über eine Zusammenarbeit mit Spotify verbunden. Die Firmen betreiben zusammen ein Joint Venture namens Tencent Music, das Musikstreaming in China anbietet.

Tencent hatte Ende Dezember 2019 angekündigt, mehr als 10 Milliarden US-Dollar in Europa zu investieren. Mit dem Kauf der Anteile ist damit der erste Schritt getan. In Deutschland soll rund ein Drittel der Summe fließen. Der Konzern hält sich bislang im Normalfall aus dem operativen Geschäft seiner Beteiligungen heraus.


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