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Der Weg zum fertigen Bild

Auch hier können wir im Rahmen dieses Artikels keine genaue Anleitung liefern, sondern nur Anregungen geben, mit welchen Programmen sich Bilder auch für Anfänger leicht bearbeiten lassen.

Ein guter Einstieg mit vielen Bearbeitungsmöglichkeiten ist das Programm Siril(öffnet im neuen Fenster), ein Open-Source-Tool, das für Windows, Linux und MacOS zur Verfügung steht. Es bietet nicht nur die grundlegende Funktion, die Einzelbilder unserer Aufnahmesession zu einem Gesamtbild zu verrechnen, sondern auch eine Vielzahl von erweiterten Bearbeitungsmöglichkeiten wie Farbkalibrierung, Rauschunterdrückung, die Korrektur von Gradienten usw.

Die Dokumentation von Siril hat eine Übersicht an Tutorials(öffnet im neuen Fenster), der deutsche Youtube-Kanal Astrofotografie aus Norddeutschland(öffnet im neuen Fenster) bietet ein sehr gutes Anfängertutorial mit der aktuellen Version 1.4 der Software(öffnet im neuen Fenster).

Auch andere Tools wie Astropixelprocessor oder Pixinsight stehen für die Bearbeitung der Bilder zur Verfügung. Diese Programme sind nicht kostenfrei, können aber uneingeschränkt über einen Probezeitraum getestet werden.

Gerade Pixinsight ist der De-facto-Standard bei der Bearbeitung von Astrobildern. Die Software wird unter anderem von den Bildexperten der Nasa genutzt, um die Daten des JWST oder des Hubble-Teleskops zu verarbeiten. Allerdings sind der Preis von 360 Euro (einmalige Zahlung) und die sehr komplexe Bedienung für Einsteiger weniger geeignet und für die ersten Schritte in diesem Hobby auch nicht notwendig.

Fazit

Wie man an der Länge des Textes sehen kann, ist der Einstieg in das Thema Astrofotografie mit einem Teleskop und Astrokamera doch recht komplex und umfangreich. Aber dank Geräten wie dem Stellavita-Astrocomputer oder dem Asiair beziehungsweise der Kombination aus Kamera, Guide-Kamera und Steuerrechner ist es auch für unerfahrene Einsteiger deutlich leichter geworden, sich ein Deepsky-Setup zusammenzustellen und in Betrieb zu nehmen.

Es wird trotzdem einige Nächte dauern, bis alles reibungslos funktioniert. Viele Kleinigkeiten werden am Anfang noch Probleme verursachen und es braucht ein wenig Zeit, bis Hardware, Software und Mensch reibungslos zusammenarbeiten.

Aber es lohnt sich, die vielen kleinen Schwierigkeiten anzugehen und zu lösen. Je mehr Erfahrung Einsteiger sammeln, desto leichter wird das Ganze. Der Vorteil eines Setups, wie wir es hier beschrieben haben, ist die Flexibilität.

Über die Zeit lassen einzelne Teile austauschen und ergänzen, zum Beispiel ein Teleskop mit mehr Brennweite für kleine Objekte wie Galaxien, eine Kamera mit einem größeren Sensor oder mehr Auflösung für mehr Details und verschiedene Filter, um die leuchtenden Gasmassen verschiedener Emissionsnebel besser aufnehmen zu können. Auch Sonnenbeobachtungen oder Spektroskopie sind möglich.

Der Austausch und die Zusammenarbeit mit anderen Sternenfreunden ist eine Möglichkeit, das Hobby nicht nur alleine zu betreiben. Der Austausch mit anderen hilft in vielen Fällen auch, neue Ideen oder Hilfe bei Fragen oder Problemen mit der eigenen Ausrüstung zu bekommen. Foren wie dieses(öffnet im neuen Fenster) sind ein guter Anlaufpunkt, um sich mit anderen Menschen über das komplexe Hobby auszutauschen.

Wichtig ist, die eigenen Erwartungen nicht zu hoch anzusetzen. Die ersten Bilder werden keine Meisterwerke der Astrofotografie werden.

Aber darum geht es auch nicht. Sondern um ein Bild, das man selbst gemacht hat. Das Ergebnis eines langen Prozesses von vielleicht mehreren Nächten, bis die ersten Aufnahmen endlich im Kasten waren. Stunden des Lernens und verschiedene Versuche, das finale Bild zu bearbeiten. Die Freude, dem Himmel ein kleines Stückchen seiner Faszination abgerungen zu haben.

Das alles ist der Lohn für die Mühe und den Aufwand. Und im Laufe der Zeit wird sich zeigen, wie sich die Qualität der Bilder verändert. Unser Nachthimmel ist zyklisch. Bestimmte Objekte sind nur im Sommer oder Winter zu sehen. Wird ein Objekt nach einem Jahr erneut aufgenommen, so lässt sci sehr oft feststellen, wie sich die Aufnahme in diesem Zeitraum verbessert hat.

Mario Keller ist in den 80er Jahren mit 8-Bit-Rechnern aufgewachsen, hat Informatik studiert und die Computertechnik zu seinem Beruf gemacht. Das langjährige Interesse an der Astronomie und Wurzeln in der Fotografie brachten ihn vor vielen Jahren zur Astrofotografie. Hier kann er beide Interessen miteinander kombinieren, ob mit Smart-Tekeskopen, einer einfachen Kamera oder einem komplexen Set-Up für die Astrofotografie.


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