Einmalige Zahlung: Polestar 2 bekommt ohne Abo gegen Geld mehr Leistung

Wer rund 1.200 US-Dollar bezahlt, bekommt 50 Kilowatt mehr Leistung für sein Elektroauto – sofern es sich um den Polestar 2 handelt. Darüber berichtete als erstes The Verge(öffnet im neuen Fenster) . Der Hersteller bietet demnach ein Over-the-Air-Softwareupdate an, das die Leistung des Elektroautos steigert. Anstatt es wie andere Autohersteller mit einer jährlichen Bezahlschranke zu versuchen, wird die Gebühr nur einmalig erhoben.
Die Leistung des Doppelmotor-Modells wird dann um 50 kW erhöht und auch das Drehmoment wird gesteigert. Die Leistungssteigerung erfolgt direkt über die Updatefunktion des Fahrzeugs, ein Besuch der Werkstatt ist nicht erforderlich. Das Upgrade gibt es nur für die Langstrecken-Doppelmotorversion des Polestar 2.
Der Polestar 2 kann danach von null auf 100 km/h in 4,2 Sekunden beschleunigen. Auch die Elastizität verbessert sich. Wer von 80 auf 120 km/h beschleunigt, braucht nur noch 2,2 Sekunden und damit eine halbe Sekunde weniger als ohne Upgrade.
Abogebühren liegen im Trend
Andere Hersteller verlangen Abogebühren für mehr Leistung: Mercedes-Benz kündigte kürzlich an, eine jährliche Gebühr für eine Leistungs- und Drehmomentverbesserung für die Elektroautos EQE und EQS zu erheben.

Konkurrent BMW testet seit Jahren auf verschiedenen Märkten, bestimmte Dienste als monatliches Abo anzubieten . Kunden müssen diese Abos nicht abschließen, können aber ausprobieren, wie ihnen die Funktionen gefallen.
In Korea wird das Angebot laut einem Bericht von The Drive um Abos für beheizte Sitze und ein beheiztes Lenkrad erweitert. Beheizte Sitze kosten demnach monatlich etwa 18 Euro und im Jahresabonnement rund 180 Euro. Wer für drei Jahre bucht, zahlt etwa 280 Euro. Als dauerhafte Funktion kostet die Sitzheizung 400 Euro. Auch den Fernlichtassistenten, der automatisch bei Gegenverkehr abblendet, gibt es gegen monatliche oder jährliche Zahlungen.
Für die Abofunktionen muss die technisch erforderliche Hardware in den Fahrzeugen verbaut sein. Eine Hackergemeinschaft, die seit Jahren Funktionen in BMWs freischaltet, kündigte bereits an, Besitzern dabei zu helfen, abonnementpflichtige Funktionen freizuschalten .



