Einkaufen 2.0: Lidl baut Abhol-Supermarkt mit Onlineanbindung

Der Lidl Express in Berlin-Schöneberg soll laut einem Bericht der Lebensmittelzeitung(öffnet im neuen Fenster) ein Abhol-Supermarkt mit kleinem Sortiment werden. Der Einzelhändler habe dem Markt das Motto " Immer. Mehr. Online. " verliehen, berichtet das Fachmagazin. Die Filiale soll mit Schnellkassen ohne Warentransportband, einer Backstation und einer Kühlabteilung ausgerüstet sein und auch frische Lebensmittel anbieten. Abholstationen für zuvor online gekaufte Waren sollen den Einkauf beschleunigen.
Wann der Lidl Express in Schöneberg eröffnet, ist nicht bekannt. Einem Bericht von Cash - das Handelsmagazin(öffnet im neuen Fenster) zufolge hat Lidl immer mehr Lebensmittel in seinen Onlineshop aufgenommen, bot bisher aber keine frischen Produkte an.
Panasonic in Japan stellte jüngst einen Einkaufskorb vor, der den Wert der vom Kunden in ihm deponierten Waren zusammenrechnen kann. Am Ausgang muss der Kunde den Korb nur noch auf eine Ablage stellen. Diese zieht den Boden zur Seite, legt die Waren in eine Tüte und übergibt sie dem Kunden, der währenddessen bezahlt. Ein Kassierer ist nicht mehr nötig.
Seit der zweiten Jahreshälfte 2016 liefert Kaufland seinen Onlinekunden in Berlin frische Lebensmittel bis vor die Haustür. Weitere Städte sollen folgen. Das Unternehmen - Teil der Schwarz-Gruppe, zu der auch Lidl gehört - ermittelte per Umfrage, dass 55 Prozent der Befragten den Onlinekauf von Lebensmitteln probieren wollten.
Während Amazon Prime Now hierzulande teilweise mit dem Kurier in wenigen Stunden auch Lebensmittel ausliefert, wurde mit Amazon Go in Seattle ein Supermarkt gebaut, in dem der Kunde mit dem Smartphone einkauft. Der Einkauf wird von Sensoren beobachtet. Alle Waren, die Kunden aus den Regalen nehmen, werden automatisch dem angemeldeten Amazon-Konto zugewiesen. Kunden sollen Waren auch wieder zurückstellen können, und der digitale Warenkorb wird automatisch aktualisiert.



