Abo
  • Services:

Einigung mit FTC: Apple zahlt 32,5 Millionen US-Dollar wegen In-App-Käufen

Weil es Kindern zu leicht gemacht wurde, in iOS-Apps echtes Geld auszugeben, muss Apple betroffene Kunden entschädigen. Das Unternehmen hat sich darauf außergerichtlich mit den US-Wettbewerbswächtern der FTC geeinigt. Eigentlich, so Apple-Chef Tim Cook, sei das ohnehin vorgesehen gewesen.

Artikel veröffentlicht am ,
iPhone als Konsole mit Logitechs Powershell
iPhone als Konsole mit Logitechs Powershell (Bild: Logitech)

In einem Streit um Käufe, die in Apps für iOS durchgeführt werden können, hat sich Apple mit der Federal Trade Commission (FTC) außergerichtlich geeinigt. Die US-Wettbewerbsbehörde FTC hat die Entscheidung auf ihrer Webseite als PDF veröffentlicht. Demnach muss Apple 32,5 Millionen US-Dollar bereitstellen, um Kunden für In-App-Käufe zu entschädigen, wenn diese durch ihre Kinder ohne Zustimmung der Eltern getätigt wurden. Erst wenn Apple diese Summe nicht innerhalb einer bestimmten Frist ausgeschüttet hat, wird der Rest als Zahlung an die FTC fällig. Es handelt sich damit also nicht direkt um eine Strafzahlung wegen eines Wettbewerbsverstoßes.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart
  2. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main

Auslöser der Auseinandersetzung war eine inzwischen geänderte Funktion des App-Stores für iOS. 15 Minuten nach dem Kauf einer App konnten mit dem neuen Programm weitere Zahlungen geleistet werden, ohne dass das Passwort für den App-Store neu eingegeben werden musste. Das kann für Eltern ungewollt Kosten verursachen: Papa kauft auf dem für Spiele vorgesehenen iPod eine App für den Sohn, und der kann sich gleich danach zum Beispiel Ausrüstungsgegenstände für das Spiel zulegen, ohne dass der Vater dem zugestimmt hätte.

Deswegen gab es bereits eine Sammelklage in den USA, die Apple mit den Betroffenen 2013 ebenfalls außergerichtlich beigelegt hatte. In der Regel stimmt bei solchen Deals das beklagte Unternehmen gewissen Zahlungen zu, die Kläger verzichten dafür auf weitere Ansprüche, und kommen schneller an das Geld.

Diesen einfacheren Weg hat Apple nun statt eines langwierigen Gerichtsverfahrens auch im Konflikt mit der FTC gewählt. Dies betont Tim Cook in einem internen Rundschreiben, das recode.net im Volltext veröffentlicht hat. Demnach hat Apple in Folge der Sammelklage bereits 2013 rund 28 Millionen Kunden des App-Stores angeschrieben - nämlich alle, die speziell für Kinder entworfene Spiele gekauft hätten. Kamen die Mails zurück, hat Apple Postkarten versandt. Rund 37.000 Rückmeldungen gab es auf die Aktion, und jeden dieser Kunden hat Apple laut Cook mit dem vollen Kaufpreis der In-App-Transaktion entschädigt.

Zwar betont der Apple-Chef, sein Unternehmen würde durch die Aktionen der FTC doppelt bestraft, es gibt aber einen wichtigen Unterschied: Die Sammelklage der Kunden war eine zivilrechtliche Angelegenheit, bei den Auflagen der FTC geht es um einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht. Wäre es zu einem Prozess gekommen, hätten die USA gegen Apple klagen müssen. Wohl auch um das damit verbundene Aufsehen zu vermeiden, hat Apple sich für eine außergerichtliche Einigung entschieden.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de

Natchil 16. Jan 2014

Apple haftet für ihre Kinder. Was es geben sollte: Man kann wie bei diesen Jambabamba...

-fiesta- 16. Jan 2014

WORD! Sowas geht wieder mal nur in den USA... da gibt man den Menschen die Möglichkeit...

Baron Münchhausen. 16. Jan 2014

Das schlägt sich auf der Aktie nieder. Die ist jetzt bissel hin und her gerissen!


Folgen Sie uns
       


Magic Leap One Creator Edition ausprobiert

Mit der One Creator Edition hat Magic Leap endlich seine seit Jahren angekündigte AR-Brille veröffentlicht. In Teilbereichen ist sie besser als Microsofts Hololens, in anderen aber schlechter.

Magic Leap One Creator Edition ausprobiert Video aufrufen
Datenleak: Die Fehler, die 0rbit überführten
Datenleak
Die Fehler, die 0rbit überführten

Er ließ sich bei einem Hack erwischen, vermischte seine Pseudonyme und redete zu viel - Johannes S. hinterließ viele Spuren. Trotzdem brauchte die Polizei offenbar einen Hinweisgeber, um ihn als mutmaßlichen Täter im Politiker-Hack zu überführen.

  1. Datenleak Bundestagsabgeordnete sind Zwei-Faktor-Muffel
  2. Datenleak Telekom und Politiker wollen härtere Strafen für Hacker
  3. Datenleak BSI soll Frühwarnsystem für Hackerangriffe aufbauen

Geforce RTX 2060 im Test: Gute Karte zum gutem Preis mit Speicher-Aber
Geforce RTX 2060 im Test
Gute Karte zum gutem Preis mit Speicher-Aber

Mit der Geforce RTX 2060 hat Nvidia die bisher günstigste Grafikkarte mit Turing-Architektur veröffentlicht. Für 370 Euro erhalten Spieler genug Leistung für 1080p oder 1440p und sogar für Raytracing, bei vollen Schatten- oder Textur-Details wird es aber in seltenen Fällen ruckelig.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Geforce RTX 2060 Founder's Edition kostet 370 Euro
  2. Turing-Architektur Nvidia stellt schnelle Geforce RTX für Notebooks vor
  3. Turing-Grafikkarte Nvidia plant Geforce RTX 2060

Schwer ausnutzbar: Die ungefixten Sicherheitslücken
Schwer ausnutzbar
Die ungefixten Sicherheitslücken

Sicherheitslücken wie Spectre, Rowhammer und Heist lassen sich kaum vollständig beheben, ohne gravierende Performance-Einbußen zu akzeptieren. Daher bleiben sie ungefixt. Trotzdem werden sie bisher kaum ausgenutzt.
Von Hanno Böck

  1. Sicherheitslücken Bauarbeitern die Maschinen weghacken
  2. Kilswitch und Apass US-Soldaten nutzten Apps mit fatalen Sicherheitslücken
  3. Sicherheitslücke Kundendaten von IPC-Computer kopiert

    •  /