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Wer im Urlaub nicht aus der Telefonzelle telefoniert, zahlt bislang weiter Roaming-Gebühren.
Wer im Urlaub nicht aus der Telefonzelle telefoniert, zahlt bislang weiter Roaming-Gebühren. (Bild: Miguel Medina/AFP/Getty Images)

Einigung: Ende der Roaming-Aufschläge in EU bestätigt

Wer im Urlaub nicht aus der Telefonzelle telefoniert, zahlt bislang weiter Roaming-Gebühren.
Wer im Urlaub nicht aus der Telefonzelle telefoniert, zahlt bislang weiter Roaming-Gebühren. (Bild: Miguel Medina/AFP/Getty Images)

Die Aufschläge für SMS, mobiles Internet und Telefonieren im Ausland fallen binnen zwei Jahren weg. Genauso günstig wie im Inland wird es dennoch nicht, denn die Mobilfunkbetreiber haben Ausnahmen durchgesetzt.

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Reisende können künftig deutlich günstiger im EU-Ausland telefonieren, das mobile Internet und SMS nutzen: Die Roaming-Gebühren sollen am 15. Juni 2017 in der EU auslaufen. Darauf einigten sich Vertreter der EU-Staaten und des Europaparlaments am frühen Dienstagmorgen nach einer zwölfstündigen Sitzung in Brüssel, wie Lettland als derzeitiger Vorsitz der EU-Staaten mitteilte.

Das völlige Aus der Extragebühren bedeutet dies für Verbraucher aber nicht: Anbieter dürfen Einschränkungen machen, wenn Nutzer häufiger im EU-Ausland das Netz nutzen und nicht nur bei gelegentlichen Reisen. Zudem sollen Anbieter entstandene höhere Kosten abrechnen können.

In einem Zwischenschritt sollen die Roaming-Aufschläge am 30. April 2016 noch einmal deutlich sinken. Dann dürfen den Angaben zufolge Telefonate im EU-Ausland nur noch 5 Cent pro Minute zusätzlich kosten (derzeit 19 Cent für abgehende, 5 Cent für eingehende Anrufe), die Obergrenze für SMS ist 2 Cent (derzeit 6 Cent) und beim Surfen darf jedes MByte Daten mit maximal 5 Cent zu Buche schlagen (derzeit 20 Cent).

Eine Einigung gab es auch in der umstrittenen Frage der Netzneutralität. Heftig diskutiert wurde bei den Verhandlungen, ob und welche Daten unter bestimmten Bedingungen doch Vorrang haben sollten.

Einigung auch bei Netzneutralität

"Es ist nicht alles so schön, wie wir uns das gewünscht haben", sagte die SPD-Europaabgeordnete Petra Kammerevert, die für das Parlament mit am Verhandlungstisch saß, der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel. "Aber wir haben eine Menge erreicht."

Internetanbieter müssten verschiedene Arten von Verkehr gleichmäßig behandeln, heißt es in der lettischen Mitteilung. Drosseln oder Blockieren von Inhalten sollten nur im Ausnahmefall erlaubt sein, etwa bei Cyber-Angriffen.

Bestimmte Spezialdienste sollten Vorrang bekommen dürfen - das könnten zum Beispiel Anrufe des automatischen Autonotrufs eCall sein, erläuterte Kammerevert. Voraussetzung dafür sei aber, dass diese Dienste notwendig seien und eine ausreichende Netzkapazität zur Verfügung stehe. Die "generelle Qualität" für andere Nutzer müsse weiterhin ausreichen. "Alle Verkehre werden gleich behandelt, ob es das Katzenbild von Oma ist, ein Spielfilm, den ich mir herunterlade oder eine E-Mail", sagte Kammerevert.

Trotz der Grundsatzeinigung müssen einige Details noch ausgehandelt werden. Wenn dies geschehen ist, müssen die EU-Staaten und das Parlament den informellen Kompromiss offiziell bestätigen.


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forix 01. Jul 2015

Es geht um Aufschläge, nicht um reine Telefonie-Preise. Hier die Original-Meldungen der...

Jogis 30. Jun 2015

Okay Danke für die Antworten :) Mecki, der Text wurde nach Veröffentlichung anscheinend...

dura 30. Jun 2015

Naja, Notruf ist aber eins der wenigen Beispiele wo das akzeptabel wäre. Denn auch in...

/mecki78 30. Jun 2015

Theoretisch ja, aber wie gesagt, wenn du zu oft im EU Ausland bist, dann gibt es...

juergen9994 30. Jun 2015

Wenn man sich halt als Politiker zur " Lobbyistenhure " machen lässt, muss man halt auch...



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