Eingabegerät: Apple erhält Patent für funkenden Stift
Apples neuer Eingabestift, der in der US-Patentschrift 8,922,530(öffnet im neuen Fenster) beschrieben wird, unterscheidet sich von Modellen bisheriger Bauart durch eine andere Technik, mit der die Schreibbewegungen des Anwenders erkannt werden. Bisher wird beispielsweise mit einer kleinen Kamera in der Nähe der Stiftspitze speziell präpariertes Papier gescannt oder mit Ultraschall die Position des Stifts auf der Oberfläche ermittelt.
Apples Stylus hingegen erfasst seine Position im Raum mit unterschiedlichen Sensoren. Zunächst ermittelt er vier Null-Positionen auf einer Ebene und erfasst dann alle Eingaben, die auf dieser Ebene im Raum gemacht werden. Je nach Betriebsart werden die Daten sofort zu einem Mobilgerät zur Auswertung geschickt oder erst im Stift gespeichert und für die spätere Übertragung an den Rechner aufbewahrt.
Dadurch kann der Stylus auf unterschiedlichen Unterlagen wie Tafeln, Papier oder anderen Oberflächen verwendet werden. Das Smartphone oder Tablet kann während des Schreibens in der Hosentasche bleiben.
Einen Stylus gab es bei Apple schon
Den Patentantrag hatte Apple schon 2010 eingereicht, doch erst jetzt wurde dem Unternehmen das Patent zugesprochen. Der als "kommunizierender Stylus" bezeichnete Stift ist nicht das einzige Gerät seiner Art, das Apple zum Patent anmelden wollte. Auch Modelle mit Spitzen, die den elektrischen Strom leiten können, gehören dazu. Apple hat allerdings schon lange keinen echten Stylus mehr auf den Markt gebracht. Das letzte Modell war für die Newton Messagepads(öffnet im neuen Fenster) gedacht und bediente lediglich deren Touchscreens.
Auch die Patentgewährung auf den Funkstift bedeutet keinesfalls, dass Apple dieses Eingabegerät nun produzieren wird. Eine Vielzahl von patentierten Erfindungen gelangt niemals in die Hände der Endanwender.
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