Eine Open-Source-Woche in Brüssel: Die Fosdem ufert aus

Über mehrere Jahrzehnte ist die Fosdem(öffnet im neuen Fenster) zu einer der wichtigsten Open-Source-Konferenzen nicht nur in Europa geworden. Doch die Bedeutung des Events geht heute über das erste Wochenende im Februar eines jeden Jahres hinaus. Der Wert von Open Source und digitaler Souveränität wird wegen Trump auch im Europäischen Parlament und der Kommission verstanden.
"Nächstes Jahr müssen wir wohl eine Woche hierbleiben" ist ein Satz, den man in Brüssel in diesen Tagen häufiger hört. Daraus ergibt sich ein Koordinationsproblem für viele der Open-Source-Entwickler und Evangelisten, die sich im Winter regelmäßig im halbwegs warmen Belgien treffen. Gleichzeitig finden Open-Source-Summits in Paris(öffnet im neuen Fenster) statt und in Bremen, bei Univention(öffnet im neuen Fenster) . Dennoch wird die Liste der Veranstaltungen im Rahmen der von Tausenden Linux- und Open-Source-Fans besuchten Fosdem immer länger.
Die Liste des Fosdem Fringe(öffnet im neuen Fenster) beinhaltet nicht allein technische Events und reicht vom 30. Januar bis 4. Februar. Veranstaltungen wie die Bruxconf(öffnet im neuen Fenster) oder die Open Source Week der EU(öffnet im neuen Fenster) sind hierbei noch nicht aufgeführt. Rechnet man die ein, reicht der Dunstkreis der Fosdem vom 24. Januar bis zum 4. Februar.
Digitale Souveränität geht jeden an
Der thematische Schwerpunkt liegt auf Open-Source-Software, die mittlerweile unter dem Decknamen "digitale Souveräntät" sogar konservativ-neoliberale Industriekapitäne erreicht hat, wie bei der Bruxconf. Die von der "Hohepriesterin des Wettbewerbs" (Politico), der Ökonomin und Tech-Policy-Expertin Cristina Caffarra ins Leben gerufene und hochkarätig besetzte Konferenz, hat in diesem Jahr das Motto Europas Souveränität neu aufbauen.
Im vergangenen Jahr, wenige Tage nach Trumps Wiederwahl, stand noch Der perfekte Sturm auf der Agenda. "Europa muss seine Souveränität, digitale Infrastruktur, aber auch die Verteidigungsfähigkeit und Industrie wieder aufbauen" , ist Caffara überzeugt.



