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"Eindeutiger Beweis": US-Regierung holt ihre "Smoking Gun" gegen Huawei heraus

Jedes Telekommunikationsnetz der Welt hat Abhörschnittstellen für Geheimdienste und Strafverfolger. Laut US-Regierung nutzt Huawei diese heimlich, die Deutsche Telekom widerspricht.

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Der Sicherheitsberater Robert O'Brien (l.) mit dem US-Präsidenten
Der Sicherheitsberater Robert O'Brien (l.) mit dem US-Präsidenten (Bild: NICHOLAS KAMM/AFP via Getty Images)

Der eindeutige Beweis (Smoking Gun) aus den USA für die vermeintliche Spionagetätigkeit von Huawei sind Abhörschnittstellen, die jeder Ausrüster für sogenannte legale staatliche Abhörmaßnahmen zur Verfügung stellen muss. Das geht aus einem Bericht des Wall Street Journals unter Berufung auf Regierungsvertreter und den nationalen Sicherheitsberater des US-Präsidenten, Robert O'Brien, hervor. Huawei halte demnach den Zugriff heimlich für sich offen. US-Regierungsvertreter hatten diese "eindeutigen Beweise" in Großbritannien und Deutschland vorgelegt, ohne die dortigen Regierungen damit zu beeindrucken.

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Die Deutsche Telekom erklärte, sie mache sich keine Sorgen, weil ihr Legal-Intercept-Management-System von einem deutschen Unternehmen entwickelt worden sei, was Huawei daran hindere, Zugang zu erhalten.

Ein hochrangiger Huawei-Vertreter, der Golem.de bekannt ist, wies zurück, dass Huawei auf die Schnittstellen zugreifen könne. "Die Verwendung der Schnittstelle für rechtmäßiges Abhören ist streng geregelt und nur für zertifiziertes Personal der Netzbetreiber zugänglich. Kein Huawei-Mitarbeiter darf ohne ausdrückliche Genehmigung des Netzbetreibers auf das Netzwerk zugreifen", sagte er dem Wall Street Journal. Ein Netzwerkzugriff ohne Erlaubnis des Betreibers "ist extrem unplausibel und würde sofort entdeckt", sagte er.

Nur Vertreter des Staatsapparats wie Geheimdienstler, Strafverfolgungsbeamte oder Bevollmächtigte des Netzbetreibers dürfen diese "rechtmäßigen Abhörschnittstellen" nutzen. Für den Zugriff gelten länderspezifische Gesetze und Protokolle. "Wir haben Beweise dafür, dass Huawei die Möglichkeit hat, auf vertrauliche und persönliche Informationen in Systemen zuzugreifen, die es weltweit betreibt und verkauft", sagte O'Brien dem Wall Street Journal. "Huawei legt diesen verdeckten Zugang seinen lokalen Kunden oder die nationalen Sicherheitsbehörden des Gastlandes nicht offen", behauptete ein weiterer hochrangiger US-Beamter der Zeitung.

Die US-Vertreter hatten dem Bericht zufolge keine Einzelheiten dazu zu bieten, wo Huawei auf Netzwerke zugreifen könne. Sie lehnten es auch ab, zu erklären, ob die USA Huawei bei der Nutzung dieses Zugangs beobachtet hätten. Zudem konnten sie keine Details zum mutmaßlichen Zugang nennen, außer, dass sie bereits seit dem Jahr 2009 davon Kenntnis hätten.

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