Win-win für beide Seiten gibt es nicht
Bending Spoon stehen nach eigenen Angaben zudem Milliarden an Datenpunkten pro Tag zur Verfügung, durch die das Unternehmen über umfangreiche Benchmarks zur Optimierung digitaler Produkte verfügt.
Mit all diesen Angaben beantragt Bending Spoons, in den Aktienindex Nasdaq aufgenommen zu werden. Neben den Stammaktien mit jeweils einer Stimme pro Aktie soll es auch Klasse-A-Aktien geben, die mit jeweils fünf Stimmen pro Aktie versehen und vollständig von den Gründern Matteo Danieli, Luca Ferrari, Francesco Patarnello und Luca Querella gehalten werden sollen. Angaben zum Stückpreis der Aktien wurden noch nicht gemacht.
Aus den Unterlagen zum Börsengang ergibt sich das Bild eines Unternehmens, das ein durchaus erfolgreiches Geschäftsmodell verfolgt. Es basiert auf dem Prinzip der Gewinnmaximierung und hat in wenigen Fällen sogar eine Verbesserung des Produkts zur Folge.
Kosten steigen oder Funktionen fallen weg
Auf der Strecke bleiben dabei aber die (langjährigen) Anwender, die sich mit einem Produkt oder einer Software über viele Jahre hinweg identifizieren und auch bereit waren, dafür zu zahlen. Für sie steigen entweder die Kosten deutlich an oder es fallen wichtige Funktionen weg.
Bei einer Marge von fast 50 Prozent kann es kein Win-win für beide Seiten geben.