Einbaupflicht gefordert: USA setzen beim vernetzten Fahren auf WLAN

Die US-Regierung will die Vernetzung von Autos verpflichtend vorschreiben. Anders als in Europa wird einem bestimmten Funkstandard jedoch der Vorzug gegeben.

Artikel veröffentlicht am ,
Die US-Regierung will alle Fahrzeuge miteinander vernetzen.
Die US-Regierung will alle Fahrzeuge miteinander vernetzen. (Bild: Department of Transport)

Die US-Regierung fordert den verpflichtenden Einbau von sogenannter Auto-zu-Auto-Kommunikation bei neuen Pkw. Diese Technik könne die Fahrzeugsicherheit "revolutionieren", heißt es in dem knapp 400-seitigen Vorschlag, den das Verkehrsministerium und die Transportbehörde NHTSA veröffentlichten. Ein Warnsystem auf Basis einer direkten Kommunikation der Fahrzeuge könne nicht nur bei menschlichen Fahrern Kollisionen vermeiden. Es sei damit auch möglich, die Reichweite der fahrzeugeigenen Sensoren zu erweitern und die Autos um die Ecke oder durch andere Fahrzeuge hindurch "sehen" zu lassen.

Stellenmarkt
  1. Product Configuration Manager (w/m/d)
    WILO SE, Dortmund
  2. Senior Security Consultant (m/w/d)
    NTT Germany AG & Co. KG, Bad Homburg
Detailsuche

Dem Gesetzesentwurf zufolge könnte die Regelung im September 2017 in Kraft treten. Es ist eine Vorlaufzeit von zwei Jahren vorgesehen. Nach fünf Jahren sollen dann sämtliche Neuwagen mit der erforderlichen Kommunikationstechnik ausgestattet werden. Sollte die Technik einmal komplett ausgerollt sein, könnten nach Ansicht der NHTSA damit zwischen 13 und 18 Prozent der Unfälle mit mehreren beteiligten Pkw verhindert werden.

WLAN statt LTE

Anders als die EU-Kommission, die beim vernetzten Fahren auf einen "hybriden Kommunikationsmix" setzt, gibt die US-Regierung dem WLAN-Standard IEEE 802.11p den Vorzug. Dieser wird in den USA jedoch als Dedicated Short Range Communication (DSRC) bezeichnet, worunter in Europa wiederum eine Funktechnik verstanden wird, die bei Systemen wie Toll Collect zum Einsatz kommt.

Dem Gesetzentwurf zufolge befürchtet die US-Regierung beim Einsatz von Mobilfunktechnik wie LTE, dass dadurch Sicherheitsrisiken entstehen oder der Datenschutz nicht gewährleistet wird. Satellitenkommunikation und andere WLAN-Standards lehnt die NHTSA ebenfalls als nicht zuverlässig genug ab. Allerdings hält sie fest: "Der Vorschlag würde es Fahrzeugen erlauben, eine andere Technik als DSRC zu nutzen, die gewisse Standards an Leistung und Interoperabilität erfüllt." Das lässt eine Hintertür für Techniken wie LTE-V2V oder 5G offen. Diese beiden Standards werden in dem Entwurf jedoch nicht erwähnt.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Die Öffentlichkeit hat nun 90 Tage Zeit, den Entwurf zu kommentieren. Anschließend könnten die Verbesserungsvorschläge eingearbeitet werden. Das Gesetzt wird daher auf jeden Fall in der Amtszeit des neuen Präsidenten Donald Trump verabschiedet.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


derdiedas 16. Dez 2016

So ein Schwachsinn... Wir fahren als deutsche Durchschnittlich 14500km im Jahr. Und das...

David64Bit 16. Dez 2016

Nur das dem das dann egal ist, weil es das Autonome System macht ;)

Tron91 16. Dez 2016

Die Strahlenbelastung in unserer Welt ist sowieso schon immens hoch. Jetzt kann man sich...

Kletty 15. Dez 2016

Zu paranoid. Wieso sollte ein Mensch so etwas machen? Wir sind doch alle friedvoll.

Kletty 15. Dez 2016

Wikipedia sagt: IEEE 802.11 (auch: Wireless LAN (WLAN), Wi-Fi) bezeichnet eine IEEE-Norm...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Silence S04
Günstiges Elektroauto mit herausnehmbaren Akku vorgestellt

Beim Elektroauto Silence S04 kann der Nutzer den Akku selbst wechseln, wenn dieser leergefahren ist.

Silence S04: Günstiges Elektroauto mit herausnehmbaren Akku vorgestellt
Artikel
  1. Bundesregierung: Autobahn App 2.0 im ersten Quartal 2022 geplant
    Bundesregierung
    Autobahn App 2.0 im ersten Quartal 2022 geplant

    Die Opposition kritisiert die massiven Kosten, Nutzer bewerten die App schlecht. Dennoch soll die Autobahn App nun erweitert werden.

  2. Microsoft: Das nächste große Update für Windows 10 kommt im November
    Microsoft
    Das nächste große Update für Windows 10 kommt im November

    Die Version 21H2 wurde wohl auch wegen Windows 11 etwas nach hinten verschoben. Der Patch soll nun aber im November für Windows 10 kommen.

  3. Microsoft: Teams bekommt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung als Vorschau
    Microsoft
    Teams bekommt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung als Vorschau

    Nach monatelangen Verzögerungen können nun Gespräche in Teams Ende-zu-Ende verschlüsselt werden. Die Funktion bleibt aber eingeschränkt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Saturn-Gutscheinheft mit Direktabzügen und Zugaben • Nur noch heute: Mehrwertsteuer-Aktion bei MediaMarkt • Roccat Suora 43,99€ • Razer Goliathus Extended Chroma Mercury ab 26,99€ • Seagate SSDs & HDDs günstiger • Alternate (u. a. ASUS ROG Strix Z590-A Gaming WIFI 258€) [Werbung]
    •  /